Zwei Erzieherinnen ziehen Angebot zurück

Die zwei Erzieherinnen, die in Langenburg eine privat organisierte Kindertagespflege einrichten wollten, haben ihr Angebot zurückgezogen. Stattdessen soll nun an den Kindergarten angebaut werden.

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Der Kindergarten in Langenburg erhält einen Anbau für die gesetzlich vorgeschriebene Kindertagesbetreuung. Foto: Erwin Zoll

Ursprünglich hatten die Privatinitiatorinnen mit dem Gedanken gespielt, in ihrer "Großtagespflege" eine Betreuung für maximal zwölf Kinder im Alter von null bis 14 Jahren anzubieten. Der Gemeinderat, der sich in seiner jüngsten Sitzung am Dienstagabend erneut mit der Sache befasste, hatte das Thema in einer Klausurtagung schon ausgiebig diskutiert.

Inzwischen hat das Landratsamt in Hall Stellung bezogen und die Rahmenbedingungen für die Kindertagespflege konzeptionell benannt. Die Vorgaben, die die zwei Erzieherinnen hätten erfüllen müssen, können sie aller Voraussicht nach nicht einhalten, weshalb sie ihr Angebot zurückgezogen haben.

Der Fachdienst "Kindertagesbetreuung" im Jugendamt hatte gefordert, dass die Privatanbieter ein Konzept mit genehmigungsfähigen Räumen, einer verbindlich genannten Vertretung, einen Businessplan, feste Betreuungszeiten und Gebühren vorlegen. Erst wenn das Jugendamt darüber befunden hätte, ob das Konzept tragfähig ist, hätte der Langenburger Gemeinderat entscheiden sollen, ob die private Großtagespflege oder der Kindergartenanbau den Vorzug erhält. Dieses Vorgehen erschien der Privatinitiative als zu riskant, zumal der Rat signalisiert hatte, eher für den Anbau zu plädieren. Für die Frauen seien letztlich die Hürden zu hoch, den Aufwand bis zur Genehmigung des Konzepts mit ungewissem Ausgang zu betreiben, gab Bürgermeister Wolfgang Class in der Sitzung bekannt.

Im aktuellen Haushaltsplan sind die Kindergartenerweiterung um einen Gruppenraum und der Bau einer Mensa zwischen Kindergarten und Grundschule mit 715.000 Euro veranschlagt. Die Kosten für den Kindergartenanbau allein bezifferte der Bürgermeister im Gespräch mit dem HT auf rund 320.000 Euro. Sie seien zu "80 bis 90 Prozent durch Zuschüsse aus dem Ausgleichsstock und die bewilligte Fachförderung von 120.000 Euro abgedeckt", sagte er.

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