Zurück in musikalischer Heimat

Mit Musical- und Pop-Songs, Evergreens, afrikanischem Liedgut und natürlich Gospels und Spirituals unterhielt der Gospelchor aus Weilburg am Samstag sein Publikum in der Gründelhardter Laurentiuskirche.

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Der Gospelchor aus Weilburg begeisterte in Gründelhardt. Foto: Ralf Snurawa

Für Doris Hagel war es wieder einmal ein "Heimspiel". Sie ist zwar Kantorin im hessischen Weilburg, aber auch in Hohenlohe zu Hause. In Gründelhardt sei sie in die Kirche gegangen, wusste sie dem Publikum in der vollen Kirche zu berichten. Hier habe sie Orgelspiel geübt und in Honhardt den Gottesdienst begleitet.

Diesmal saß sie als Chorleiterin am E-Piano. Sanfter Frauengesang zu John Rutters "Look At The World" eröffnete das Konzert. Die Weitung in Melodieumfang und Lautstärke zum Ende hin öffnete den Klangraum für das weitere Geschehen. Das wiederholte sich nach einem recht zart gestalteten "All Things Bright And Beautiful" zu "The Lord Bless You" - beide Chorsätze ebenfalls von Rutter.

Mit Gospel und Spiritual hatte dies noch nichts zu tun. Diesen Gesangsstil stimmte, allerdings durch eher klassische Stimmbildung geprägt, Bariton Bernard Weese an. "Evry Time I Feel The Spirit" war durch eine offene Tongestaltung geprägt. Weese glänzte noch mit weiteren solistischen Spirituals: ein sehnsuchtsvolles und leicht mit Soul erfülltes "Where You There?" und ein wohlig klingendes "By An By".

Erst um diesen letzten Sologesang fand auch der Gospelchor zu entsprechenden Stücken. "Oh, Sinner Man" wurde ebenso wie später Hall Johnsons im Stil eines Spirituals gehaltenes "Ain"t Got No Time" mit Drive vorgetragen. "Amazing Grace" erklang im recht zügigen Tempo, das wenig Raum für Sentimentalität ließ. Ausgelassene Gesangsfreude bestimmte dann "Freedom Is Coming" und das afrikanische "Siyahamba", beide Male um Rhythmusklatschen erweitert.

In Richtung Spiritual und "blue notes" führten die Jazz-Motette "The Lord Is My Shepherd" weich und warm gestalteten Jazzakkorden und Bill Withers "Lean On Me", das der Weilburger Gospelchor mit wiegendem Groove versah. Dazwischen wurde die Mehrstimmigkeit von "Come, All Who Thirst" von Gwyn Arch schön transparent herausgestellt.

Aus dem Bereich Unterhaltungsmusik erklangen vier Stücke: ein leicht verträumt intoniertes "What A Wonderful World", durch Louis Satchmo Armstrong einst bekannt geworden, das durchaus mit Humor vorgetragene "Tea for Two" aus Vincent Youmans Musical "No, No, Nanette", ABBAs-Klassiker "Thank You For The Music" und "You Raise Me Up". Das Duo "Secret Garden" hatte sich dabei Melodieausschnitten des "Londonderry Air" bedient. Der Weilburger Chor sang es mit Hingabe - wie auch seine Antwort auf den heftigen Applaus: die Zugabe "May The Lord Send Angels".

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