Zehn Jahre Pflegezentrum Rot am See: Vieles richtig gemacht

Mit einem Festakt startete das Pflegezentrum Rot am See in sein Jubiläum. Seit nunmehr zehn Jahren ist das Stift ein fester Bestandteil der Gemeinde. Besonderer Dank galt Mitarbeitern und Ehrenamtlichen.

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  • Heimdirektorin Roswitha Brenner, Hauptgeschäftsführer Bernhard Schneider und Regionaldirektorin Swantje Popp freuen sich über die vielen Gäste. 1/2
    Heimdirektorin Roswitha Brenner, Hauptgeschäftsführer Bernhard Schneider und Regionaldirektorin Swantje Popp freuen sich über die vielen Gäste.
  • Das vor zehn Jahren eröffnete Pflegezentrum Rot am See ist inzwischen vollkommen in die Gemeinde integriert. Fotos: Dominik Prüfer 2/2
    Das vor zehn Jahren eröffnete Pflegezentrum Rot am See ist inzwischen vollkommen in die Gemeinde integriert. Fotos: Dominik Prüfer
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Schon zehn Jahre? Oder erst zehn Jahre? "Das hängt immer vom Betrachter ab", erklärte Bernhard Schneider von der evangelischen Heimstiftung. Nichtsdestotrotz seien zehn Jahre ein Beweis dafür, dass man vieles richtig gemacht habe, so der Hauptgeschäftsführer der Trägergesellschaft. "Die Einrichtung ist mittlerweile gut ins Gemeinwesen integriert und aus Rot am See nicht mehr wegzudenken", sagte Schneider weiter. Das sei vor allem der Verdienst der engagierten Mitarbeiter, die täglich alles daransetzen, den Bewohnern einen würdevollen und schönen Lebensabend zu bereiten. "Danke auch den zahlreichen Ehrenamtlichen, denn ohne sie wäre der Alltag um einiges ärmer", freute sich Schneider beim Festakt.

Das Lob für Mitarbeiter und Ehrenamtliche griff auch Kreisdiakoniepfarrer Markus Hammer auf: "Christ sein bedeutet, Nächstenliebe durch Taten zu teilen." Er freue sich über die gute diakonische Arbeit, die in Rot am See verrichtet werde. Doch er fand auch mahnende Worte. Die momentane Situation sei alarmierend. "Zu viel Zeit, die nicht in die Pflege investiert werden kann, geht für Bürokratie drauf", gab Hammer zu bedenken.

Am 1. März 2004 öffnete das Haus seine Türen, und die ersten Bewohner zogen ein. Swantje Popp, Regionaldirektorin der evangelischen Heimstiftung, erinnerte sich noch an die Anfänge: "Die Integration des Hauses in die Gemeinde Rot am See und in die Kirchengemeinden stand die ersten Jahre im Vordergrund." Gemeinwesenarbeit, das Knüpfen von Kontakten, das Gewinnen von Ehrenamtlichen und das Bekanntmachen der guten Arbeit in der Einrichtung seien die Aufgaben gewesen, denen sich Führungskräfte und Mitarbeiter zu Beginn gestellt hatten, so Popp weiter. "Gleichzeitig hat man im Haus Strukturen geschaffen sowie Abläufe festgelegt und optimiert, um eine qualitativ hochwertige Pflege für die Menschen anzubieten."

Im Frühjahr 2007 pachtete die evangelische Heimstiftung die anliegende Streuobstwiese. Diese wurde zu einem kleinen Park umgestaltet. So sollte den Bewohnern, ihren Angehörigen und Gästen nicht nur ein schönes Haus, sondern auch ein Garten zum Spazierengehen und zum Verweilen geboten werden. "Bis heute wird er gerne genutzt", sagte Hausdirektorin Roswitha Brenner. Inzwischen habe er durch verbesserte Zufahrts- und Parkmöglichkeiten sowie das letztes Jahr erbaute Hühnerhaus noch weiter an Attraktivität gewonnen, erklärte Brenner. "Natürlich kann man im Park auch bequem sitzen", fügte die Hausdirektorin noch an.

Die große Herausforderung in zehn Jahren sei immer wieder gewesen, den Bewohnern das Gefühl einer neuen Heimat zu vermitteln. "Bei uns gelingt das, indem alle Mitarbeiter auf die persönliche Geschichte der Bewohner eingehen", betonte Brenner. Jeder Angestellte habe besondere Geschichten über Bewohnerangewohnheiten parat, die er vermutlich den Rest seines Lebens nicht mehr vergesse.

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