Zahlen zeigen die Zukunft

Der Wälzer mit den vielen Zahlen, der Haushaltsplan, liegt derzeit auf den Schreibtischen der Ilshofener Gemeinderäte. Das Wohl und Wehe der Stadt ist ihm zu entnehmen. Zwei Gebühren werden erhöht.

|

Im Grunde geht es den Ilshofener Finanzen gut, auch wenn die Gemeinde "Substanz vervespert". Das erklärte Bürgermeister Roland Wurmthaler, als es in der jüngsten Gemeinderatssitzung um Schulden (mehr) und Rücklagen (weniger) ging.

Dennoch sei an Steuererhöhungen nicht gedacht, das hatte der Schulz seinen Ilshofenern bereits auf den Bürgerversammlungen verkündet.

Doch auf zwei Gebührenerhöhungen müssten sich die Bürger über kurz oder lang einstellen. Einmal trifft es die Beerdigungen und einmal das Freibad. Beides soll teurer werden. Bei den Bestattungskosten ist das schon lange klar. Bei den Freibadgebühren fragt die Verwaltung derzeit bei den benachbarten Freibädern nach, was dort ein Tag Badespaß kostet. Es sei bereits jetzt abzusehen, dass Ilshofen mit seinem Eintritt vergleichsweise günstig ist. "Aber das wollten wir ja so", sagte Wurmthaler. "Das Freibad ist kinderfreundlich. Das kommt unseren Familien zugute." Dennoch dürfe Ilshofen nicht völlig den Anschluss an die Region verlieren. "Die Preise müssen wir noch vor der Freibadsaison erhöhen", sagte Wurmthaler.

Auch sonst lassen sich die Pläne der Gemeinde im Haushaltsplan ablesen - vor allem in der sogenannten "mittelfristigen Finanzplanung". Sie läuft bis 2016, und das Projekt, das es dorthin geschafft hat, hat gute Chancen, realisiert zu werden. Neue Feuerwehrautos zum Beispiel im nächsten und übernächsten Jahr, oder ein neues Garderobensystem für die Grundschule Eckartshausen. Die Obersteinacher DSL-Leitung schlägt dort ebenso zu Buche wie die Aussegnungshalle in Großallmerspann, die Skaterbahn, das Bushäuschen in Kerleweck oder der Anbau der Frankschen Scheune in Oberaspach. Dafür hat Stadtkämmerer Ott im Jahr 2014 immerhin 100 000 Euro vorgesehen. Die Oberaspacher wirds freuen, sie sammeln nämlich schon seit Jahren selbst eifrig Geld. Im vergangenen Jahr kamen immerhin fast 4000 Euro zusammen, insgesamt beträgt der Spendenstand jetzt mehr als 20 000 Euro. "Das ist eine ganze Menge", sagte Bürgermeister Wurmthaler, als es im Gemeinderat in einem weiteren Tagesordnungspunkt um Spenden ging.

Zwei große Ausgaben müssen noch erwähnt werden: der Anbau an den Kindergarten Max und Moritz, an dem schon kräftig gebaut wird. Er wird sich auch in den gestiegenen Personalkosten der Gemeinde niederschlagen. Die Kinder der neuen Krippengruppe wollen ja auch betreut werden.

Ein weiterer Betrag ist ebenfalls hoch: 740 000 Euro sind in den kommenden beiden Jahren für die Ruine in Leofels eingeplant. Doch dieser Betrag reicht vielleicht nicht. Denn wie es mit der Burg dort weitergeht, ist noch offen. Die maroden Staufermauern werden derzeit einer Bestandsaufnahme unterzogen. Wurmthaler: "Wir hoffen halt, dass uns die Ruine nicht ruiniert."

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Lernen und Leben in grüner Wohlfühlatmosphäre

Der Erweiterungsbau der Gemeinschaftsschule Rot am See ist eingeweiht worden: Vier neue Klassenzimmer und eine große Mensa schaffen optimale Lernbedingungen. weiter lesen