Wolfgang von Stetten in Litauen als Ehrengast

Jahrelang haben deutsche elternlose Kinder nach dem Zweiten Weltkrieg im litauischen Wald gelebt. Sie sind als "Wolfskinder" bekannt.

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Zu Gast in der litauischen Hauptstadt Vilnius war Wolfgang Freiherr von Stetten. Turnusmäßig hat Litauen seit Januar die EU-Ratspräsidentschaft für sechs Monate übernommen. Der ehemalige Bundestagsabgeordnete wohnte in der deutschen Botschaft einer Veranstaltung bei, die zwei Autoren im Mittelpunkt hatte. Sie haben über das Thema "Wolfskinder" Bücher veröffentlicht. "Wolfskinder" waren deutsche elternlose Kinder aus Ostpreußen, die während und nach dem Krieg nach Litauen flüchteten und jahrelang in Wäldern hausten.

Botschafter Matthias Mülmenstädt stellte zwei Autoren vor: die deutsche Autorin Sonya Winterberg und den litauischen Autor Alvydas Slepikas. Auch heute leben noch 76 "Wolfskinder", alle im Alter zwischen 70 und 85 Jahren, in Litauen. Dies schreibt von Stettens Pressebüro. Winterberg interviewte für ihr Buch heute noch lebende "Wolfskinder". Von Stetten, der als Ehrengast und Förderer der Wolfskinder eingeladen war, schilderte, dass es den derzeitig noch 76 lebenden "Wolfskindern", die jahrzehntelang gelitten hätten und vom deutschen Staat nicht unterstützt worden seien, materiell nicht mehr so schlecht ginge. Seine Organisation unterstütze sie seit fast sechs Jahren mit 100 Euro monatlich.

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