Winter friert Arbeitsmarkt ein Arbeitslosenquote im März stagniert

Die Zahl der Arbeitslosen im Kreis ist im März nur leicht von 3760 auf 3685 gesunken. Die Arbeitslosenquote stagniert bei 3,6 Prozent. Im Bezirk der Haller Arbeitsagentur sank sie nur leicht von 3,8 auf 3,7 Prozent.

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Bild zum Arbeitsmarktbericht oder Schmuckbild oder Wetterbild. Vorher mit dyk absprechen! Biergarten auf dem Einkorn im Schnee, einen Tag vor Karfreitag 2013. Winter oder Frühjahr? Gedicht Winter ade, scheiden tut weh!  Foto: 

Der lange Winter hat den Arbeitsmarkt voll im Griff: Die sonst zu erwartende Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt bleibt bislang gänzlich aus. "Dass die Arbeitslosigkeit im März nicht deutlicher zurückgegangen ist, lag insbesondere am anhaltenden Winterwetter. Viele Branchen sind im verlängerten Winterschlaf", berichtet der neue Agenturleiter Markus Nitsch.

Vor allem auf Baustellen, in Gärtnereien, beim Landschaftsbau und in der Gastronomie verzögerten sich die sonst üblichen Wiedereinstellungen. Nitsch geht aber davon aus, dass der Frühjahrsaufschwung in den nächsten Wochen nachgeholt wird. Ende März habe die Haller Agentur für Arbeit schon wieder eine stärkere Nachfrage nach Arbeitskräften verzeichnet.

Die Stimmung der Wirtschaft in der Region sei verhalten optimistisch. Nicht nur der Winter trübt die Konjunktur ein, auch das Abwarten wegen der europäischen Schuldenkrise sei auf dem Arbeitsmarkt spürbar - auch wenn die Wirtschaft bisher insgesamt gut durch die dräuende Krise gekommen sei. "Wir haben eine minimale Eintrübung der Konjunktur, aber auf hohem Niveau", erklärt Nitsch. Grund zur Besorgnis gebe es nicht. Die Arbeitsmarktexperten rechneten damit, dass das erste Halbjahr 2013 sich zwar genauso wenig entwickle wie die zweite Hälfte des vergangenen Jahres. Im zweiten Halbjahr wird aber mit einem Anziehen der Konjunktur gerechnet.

Ende des Jugendwahns

"Wir haben faktisch Vollbeschäftigung", analysiert Nitsch den Arbeitsmarkt in der Region. Gut sei das vor allem für die Jugend: Ein künftiger Auszubildender könne sich seine Lehrstelle aussuchen, "das ist eine ganz ausgezeichnete Situation". Weil zunehmend Auszubildende fehlen, bemüht sich die Agentur für Arbeit in den nächsten Monaten, Kandidaten mit entsprechenden Deutschkenntnissen im südeuropäischen Ausland anzuwerben. Das Interesse potenzieller Arbeitnehmer aus dem Ausland hält an: Derzeit gebe es einige Initiativbewerbungen von Arbeitssuchenden, vor allem aus Portugal und Spanien.

Weil viele Arbeitslose vermittelt werden, steigt der prozentuale Anteil älterer Arbeitsloser an der Gesamtzahl. Ihr Anteil betrug im März 37,4 Prozent. Dennoch würden Ältere von der guten Arbeitsmarksituation profitieren, sagt Nitsch. Die Bereitschaft der Unternehmen, diese gerade wegen ihrer enormen Erfahrung einzustellen, steige. "Ich sehe ein Ende des Jugendwahns."

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