Wildensteiner Firma Weise stellt ihre neuesten Brautmode-Kollektionen vor

Abend- und Brautmoden präsentierte die Firma Weise aus Wildenstein bei ihrer Hausmesse. Mit der Tina-Weise-Kollektion ist das Unternehmen erstmals mit drei Kollektionen am Markt präsent.

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  • Die Firma Weise aus Wildenstein lässt ihre Brautmode zunehmend in der EU produzieren. Fotos: Julia Vogelmann 1/2
    Die Firma Weise aus Wildenstein lässt ihre Brautmode zunehmend in der EU produzieren. Fotos: Julia Vogelmann
  • Edle Teile vorgestellt (von links): die Designer Volker Rohde, Julia Illig und Stefan Jedlitschka. 2/2
    Edle Teile vorgestellt (von links): die Designer Volker Rohde, Julia Illig und Stefan Jedlitschka.
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Nicht jeder darf auf der Hausmesse des Brautmodenherstellers am Laufsteg sitzen, die Öffentlichkeit muss draußen bleiben, wenn die neuesten Kreationen gezeigt werden. "Es soll keine Großveranstaltung sein. Es werden selektiv Kunden eingeladen, bei denen wir Potenzial sehen, die Zusammenarbeit auszuweiten und dieser Rahmen hier bietet eine ganz andere Möglichkeit der Präsentation", erklärt Vertriebsleiter Robert Heinz. Deshalb ist das Publikum mit Vertretern von rund 35 Firmen überschaubar.

Diese sitzen quasi alle in der ersten Reihe, als die Models in der neuesten Abendmode über den Laufsteg schweben. "Casual Cocktail" und "From desk to dinner" sind hier die Stichworte, die Designer Volker Rohde nennt.

Dabei orientieren sich die Kleider an den 20er- und 30er-Jahren mit Raffungen und am Körper entlang fließenden Schnitten. Im Gegensatz dazu stehen klare Linien, grafische Muster und "Colour Blocking". "Wir bedienen den Typ ,erfahrene Frau, die Wert legt auf modische Aussage, hochwertiges Material und Passform auch über die Größe 44 hinaus", erläutert Volker Rohde. Mit diesem Anspruch nennt Rohde auch die Nische, die sich der Wildensteiner Anbieter auf dem Markt geschaffen hat.

Doch hinter dem Preis versteckt sich eine Entwicklung, die in Zeiten von Billigproduktionen im Fernen Osten nicht selbstverständlich ist. Geschäftsführer Ulf Weise bestätigt: "Es ist eine interessante Entwicklung bei uns, dass wir immer mehr in der EU produzieren lassen und Fernost immer weiter abbauen. Wir produzieren in relativ kleiner Auflage, weshalb wir in Ländern wie Bangladesch gar nicht produzieren können, weil wir die Stückzahlen nicht erreichen. Doch es ist auch eine Tendenz zu spüren, vor allem nach den jüngsten Geschehnissen in Bangladesch, dass es den Leuten zunehmend wichtig ist, wo Kleidung produziert wird. Wie sich das weiterentwickelt, ist noch nicht abzusehen."

Auch die elf Brautkleider der Tina-Weise-Kollektion werden in der EU produziert und zeichnen sich aus durch eine schlichte Noblesse, ohne Stickereien und große Gesten. Designerin Julia Illig benennt sie als "zurückhaltend, weiblich, elegant und schlicht mit dem Fokus auf eine edel beschaffene Oberfläche." Ganz anders die Weise-Kollektion von Designer Stefan Jedlitschka. Seine Kleider schwelgen in Opulenz. "Es wird drapiert, gerafft, bestickt", verspricht der Designer. Als große Themen nennt er Organza, Tüll und Chiffon, der Trend ist die Kombination mit hochwertiger Stickerei.

Die Renaissance der großen Abendmode wird an diesem Wochenende immer wieder prophezeit und Volker Rohde bestätigt: "Die Anlässe haben sich zwar geändert, und die großen Bälle von früher gibt es fast nicht mehr, doch wer doch auf einen geht, der bekommt das Kleid dafür bei uns!

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