Wie mir die Muswiese das Leben rettete

Endlich da! Ich stehe am Bahnhof in Finse. Das ist nicht irgendein Bahnhof, das ist der höchstgelegene in Nordeuropa und an der legendären Bergenbahn gelegen, also an der Strecke von Oslo nach Bergen. Vor mir sehe ich das Ziel, den Hardangerjøkulen.

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HT-Redaktionsleiter Andreas Harthan mit muswiesigem Kopfschmuck.  Foto: 

Das ist einer der großen Gletscher in Norwegen und da will ich hin.

Schnell merke ich, dass es bitterkalt ist und eine mehr als steife Brise weht. Trotzdem marschiert die bunt gemischte Gruppe frohgemut los, Deutsche, Schweden, Norweger. Schließlich freuen sich alle schon lange auf diese Tour - und ich bin extra von weit her angereist. Auf dem Gletscher ist es noch kälter und aus der Brise ein sturmähnlicher Wind geworden. Ich friere wie ein Schneider, mache mir schon Sorgen um Gliedmaßen, habe ich doch nur leichte Bergschuhe und dünne Handschuhe dabei. Hoffentlich halten Zehen und Finger durch.

Als wir nach einem langen Tag in der Gletscherkälte auf dem Campingplatz zurück sind, hat die Herzallerliebste eine tolle Idee: Jetzt schnell eine heiße Suppe zubereiten. Gesagt, getan - mithilfe eines Suppenpulvers von der Muswiese. Wenige Minuten später dampft die heiße Gemüsebrühe in der Tasse und kurze Zeit später wärmt sie uns schon von innen raus.

Die Gefahr innerer Erfrierungen ist abgewendet und auch in Zehen und Finger kehrt Leben zurück. Wir schauen uns erleichtert an und nehmen uns ganz fest vor, auch in diesem Jahr auf die Muswiese zu gehen und uns eine Dose von diesem Suppenpulver zu kaufen, das sogar Leben retten kann.

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