Wie die vier Fraktionen im Schrozberger Stadtparlament auf den Rückzug des Bürgermeisters reagieren

Auch die vier Fraktionen im Schrozberger Stadtparlament haben nicht mit dem vorzeitigen Amtsende von Bürgermeister Klemens Izsak gerechnet.

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Die Mitglieder des kommunalen Ältestenrates dürften baff gewesen sein, als sie bei einer Sitzung am Montag vom Bürgermeister erfuhren, dass er bereits zum 30. Juni vorzeitig in den Ruhestand geht. Ulrich Herrschner (Freie Wählervereinigung) war "zunächst erschrocken". Er geht aber davon aus, dass die Entscheidung von Klemens Izsak "nichts mit dem Freibad zu tun hat - da stand der Bürgermeister schon in ganz anderen Stürmen". Wichtige Projekte wie die Mensa seien auf den Weg gebracht und nun hoffe man auf "Kandidaten, die den Job so gut wie der bisherige Schulz machen".

"Perplex" - so beschreibt Lothar Mühlenstedt (CDU) seine erste Reaktion auf die Nachricht: "Ich habe in den letzten Wochen aber schon gemerkt, dass in unserem Bürgermeister irgendetwas vorgeht." Die Kommune habe er zum Beispiel über die Stadtsanierung zielstrebig weiterentwickelt - "sicher eine gute und reizvolle Basis für geeignete Bewerber um den Posten".

Überrascht vom Rückzug des Stadtoberhauptes war auch Frank Weiß (SPD) - wenngleich er in den letzten Wochen eine gewisse Amtsmüdigkeit beobachtet habe: "Der Bürgermeister ging zum Beispiel bei den Etatberatungen nicht mehr auf alle Statements der Fraktionen ein - das war man so nicht gewohnt." Die Kommune habe Klemens Izsak jedenfalls viel zu verdanken. Der Stadtrat geht davon aus, dass der Bürgermeister bis zu seinem Ruhestand "noch alle anstehenden Aufgaben zusammen mit dem Gemeinderat erledigt".

Hans-Joachim Feuchter von der "Wahlgemeinschaft für Jedermann" hat ebenfalls nicht mit dem vorzeitigen Amtsende von Klemens Izsak gerechnet: "Ich dachte eigentlich, dass er seine vierte Amtszeit noch zu Ende bringt." Als "honorig" wertet es der Stadtrat, dass der Bürgermeister seinen persönliche Entschluss nicht mit dem Bürgerentscheid über das Freibad verknüpft hat. Überhaupt sei es "nicht gut, einen Zusammenhang mit dem Referendum herzustellen".

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