Werner Schieber seit 25 Jahren für das Gute, Schöne, Wahre in Blaufelden engagiert

1990 wurde in Blaufelden ein Kulturamt eingerichtet. Bis heute ist Werner Schieber sein ehrenamtlicher Leiter. Der Hohenloher lebt für die Kultur - und ist auch ansonsten in höchstem Grade aktiv.

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Glaubt man dem österreichischen Dichter Johann Nepomuk Nestroy, dann "beginnt die Kultur im Herzen jedes Einzelnen". Genau diese Erfahrung machte auch der Blaufeldener Werner Schieber. Er liebt seit jeher das Gute, Schöne, Wahre - und will die Menschen in seiner Heimatgemeinde an dieser Begeisterung teilhaben lassen.

Schieber tut's seit mittlerweile 25 Jahren. Da nämlich beschloss der Blaufeldener Gemeinderat die Einrichtung und Förderung eines Kulturamtes. Werner Schieber wurde zum ehrenamtlichen Geschäftsführer bestellt und ist es bis heute. Ihm zur Seite steht ein Kulturbeirat, der sich aus vier Gemeinderatsmitgliedern und drei interessierten Bürgern zusammensetzt.

Wie kommt's, dass er der Kulturarbeit so lange treu geblieben ist? "Bei mir liegt das einfach in den Genen", sagt Schieber. Bereits als Schüler ist er künstlerisch aufgefallen. In der Schule wurden seine Gemälde ausgestellt, eines wurde vom Kulturministerium prämiert.

Schieber besuchte fortan zahlreiche kulturelle Veranstaltungen - und schnell war klar: "Ich wollte das Kulturangebot in meinem Heimatort erweitern und vergrößern." So definiert er seinen Auftrag auch ein Vierteljahrhundert später. "Der Kulturbeirat und ich achten darauf, dass das Angebot vielfältig ist. Es soll ja schließlich für Jung und Alt etwas geboten werden", sagt er. Ganz wichtig war und ist es für Schieber stets, dass immer wieder die örtlichen Vereine und Kirchen ins Programm eingebunden werden.

"In den ersten Jahren hatten wir nicht allzu viele Veranstaltungseinrichtungen", erinnert sich der Kulturbeauftragte. "Uns stand die Festhalle für große Veranstaltungen zur Verfügung, Kleinkunst fand im ,Hirschsaal' statt, dazu gab es die Kantine in der Versteigerungshalle, die Aula in der Schule und das Rathaus." Heute sieht es in Blaufelden ganz anders aus: "Mit unserem Bürgerhaus, dem ,Spektrum', der neuen Mehrzweckhalle und der Markthalle haben wir die besten Voraussetzungen."

Seit 2000 gibt es fixe Säulen im kulturellen Jahresablauf der Gemeinde: Dazu gehören unter anderem der Ostermarkt, der Kunst- und Handwerkermarkt, der Weihnachtsmarkt und das Weihnachtskonzert. Das Neujahrskonzert wurde 2014 neu ins Programm aufgenommen.

Fragt man Schieber nach den persönlichen Höhepunkten in seiner Laufbahn als ehrenamtlicher Geschäftsführer des Kulturamts, fallen ihm spontan folgende Veranstaltungen ein: "Kein schöner Land" mit Kammersänger Gunter Wewel, das Fest zum Jubiläum 600 Jahre Marktrecht für Blaufelden, die Live-Sendungen mit dem SWR, der Auftritt von "Hannes und der Bürgermeister", auch jener des Detmolder Kammerchors. Orchester und Chöre des neuapostolischen Bezirks haben in Blaufelden gespielt, das Kindermusical "David und Goliat" wurde aufgeführt, die Veranstaltung "Musical in Concert" erfreute sich großer Beliebtheit, ebenso wie das Neujahrkonzert mit der "Salonkapelle Sternenglanz".

Manchmal würde er sich wünschen, sagt Schieber, dass sich die Blaufeldener Bürger "bei bestimmten Veranstaltungen mehr einbringen". Er selbst bringt sich vielfältig ein. Neben seiner kulturellen Tätigkeit ist Werner Schieber nun schon seit 30 Jahren Mitglied im Blaufeldener Gemeinderat und hat sich in dieser Zeit für viele Herzensthemen eingesetzt - seien es die Renovierung der 1906 erbauten Pumpstation, die Ortsverschönerung, das Hohenloher Volksfest oder die Gestaltung des Friedhofes.

Schieber war Gruppenjugendleiter in der katholischen Kirchengemeinde, mit 18 Jahren wurde er Schriftführer beim TSV Blaufelden und mit 21 Jahren dessen Vorsitzender. Auch weitere Ämter wie das des technischen Leiters und jenes des Fußballabteilungsleiters hatte er inne. 1973 trat er in den CDU-Ortsverband Blaufelden ein und war viele Jahre in dessen Vorstand tätig. Lange Jahre fungierte er auch als Fußballabteilungsleiter beim TSV Gerabronn. Von 2003 bis 2005 war Schieber Bauleiter beim Umbau des Sportheimes, von 2011 bis 2015 Kassier des Fördervereins Gerabronn.

"Solange ich es gesundheitlich verkraften kann", sagt Schieber, "stelle ich mich für meine Heimat zur Verfügung."

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