Werner Dierolf: "Mappus ist in die Enge getrieben"

Mit einer SMS und den Folgen befasste sich gestern die Fraktion der CDU im Landtag. Auch die Parteibasis im Landkreis Hall scheint sich vom früheren Ministerpräsidenten Stefan Mappus zu distanzieren.

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"Ich entnehme es der Presse", sagte der Crailsheimer CDU-Landtagsabgeordnete und Kreisverbandsvorsitzende Helmut Rüeck gestern auf die Frage, ob die Parteibasis über Mappus Zukunft in der Partei diskutiere. Tatsächlich müssen in der Fraktionssitzung gestern früh die Fetzen geflogen sein. Nach dem Rücktritt Ulrich Müllers (CDU) vom Vorsitz des ENBW-Untersuchungsausschusses hatte sich die Fraktion gefragt, ob sie weiter den Vorsitz stellen wolle.

Weitaus mehr beschäftigt hat sich die CDU mit der Diskussion darüber, ob Mappus, der einen umstrittenen ENBW-Aktiendeal eingefädelt hatte, in der Partei bleiben kann. "Das muss jeder für sich entscheiden", sagte Rüeck. Einen Antrag auf Parteiausschluss habe bislang niemand gestellt. Mappus soll zuvor in einer SMS geschrieben haben, er habe Lust, aus dem "Scheiß-Verein" auszutreten. "Es freut sich niemand über solche Aussagen, sagt der Fraktionsvorsitzende der CDU im Haller Kreistag, Werner Dierolf aus Obersontheim. Er hat aber auch Verständnis für das Verhalten Mappus: "Er ist jetzt halt in die Enge getrieben". Bislang gebe es niemanden, der Mappus ausschließen wolle. Die Parteibasis frage sich aber, ob der ENBW-Deal richtig gewesen ist. "Wenn jemand überheblich ist und dann auch noch was Falsches sagt, nimmt man ihm das doppelt übel."

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