Wer will ins Waldeck?

Rund 40 neue Bauplätze will die Gemeinde Fichtenberg am "Waldeck" für 1,7 Millionen Euro erschließen. Bisher gibts allerdings nur fünf Interessenten. Die Gemeinde will nun gezielt werben.

|

Fünf Interessenten kann die Fichtenberger Verwaltung für Baugebiet Waldeck derzeit vorweisen. 42 Bauplätze sollen an dem Hang über der L 1050 in Richtung Oberrot entstehen. Die Lage ist vorzüglich, die Erschließung problematisch: Aus Gründen der Verkehrssicherheit wurde nur eine Zufahrt genehmigt, die von der Zufahrt zum Parkplatz des Fichtenberger Einkaufsmarkt abzweigt. Die Verwaltung hält es daher für sinnvoll, das Baugebiet in einem Aufwasch zu erschließen. Teilerschließungen nach Bedarf würden die Zufahrt erschweren und Bauherren belasten, die sich bereits angesiedelt haben. Der Bau einer provisorischen Zufahrt, die solche Teilerschließungen vereinfachen und die Belastung der Anwohner reduzieren könnte, sei nur von der L 1050 her möglich und werde nicht genehmigt, erklärte Bürgermeister Roland Miola am Freitag im Gemeinderat.

Eine Million Euro hat die Gemeinde allein in den Grunderwerb gesteckt, die Erschließung von Waldeck wird das Gemeindesäckel mit weiteren 1,7 Millionen Euro belasten. Diese Kosten seien im Haushalt "darstellbar", also finanzierbar, sagte Miola, "wir können uns das leisten." Die Bauplätze sollen je nach Lage in drei Preis-Kategorien von 115, 110 und 105 Euro veräußert werden; Familien, kündigte Miola an, werde ein Nachlass in Höhe von fünf Prozent gewährt.

Dem Gemeinderat aber gibt das Nachfrage-Kosten-Verhältnis zu denken: Er habe ausgerechnet, dass 35 Bauplätze verkauft werden müssten, damit sichs rentiert, sagte Dr. Thomas Weiler; fünf Interessenten würden die Kompletterschließung nicht rechtfertigen.

Miola argumentierte dagegen: Bisher sei nur im Amtsblatt geworben worden. Er schlug vor, die Ausschreibung der Kompletterschließung vorzubereiten und gleichzeitig überörtlich und überregional um Interessenten zu werben. Im April soll der Gemeinderat erfahren, ob und wie viele weitere Interessenten gewonnen werden konnten. Erst dann soll der Ausschreibungsbeschluss gefasst werden.

Miolas Vorschlag wurde einstimmig angenommen; in der Frage, ob die Kompletterschließung vorbereitet werden soll, enthielt sich Weiler der Stimmen.

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

„Gut vernetzter Parlamentarier“

Der Künzelsauer Christian von Stetten sitzt für die CDU seit 15 Jahren in Berlin. Der 47-Jährige setzt aufs Thema Verkehr. weiter lesen