Tour de Hohenlohe: Wenn die Lunge irgendwie klein wird

Das Radevent schlechthin in Hohenlohe ist am 9. und 10. September zu Gast in Langenburg und dürfte wieder eine vierstellige Zahl an Radlern locken.

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  •  Was für ein Triumph, wenn die Tour nach Stunden der Anstrengung beendet wird. Foto: Beate Philipp 1/2
     Was für ein Triumph, wenn die Tour nach Stunden der Anstrengung beendet wird. Foto: Beate Philipp Foto: 
  • Dankeschön an die Veranstalter im vergangenen Jahr 2/2
    Dankeschön an die Veranstalter im vergangenen Jahr Foto: 
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Viele Teilnehmer sind seit Jahren dabei, das Rathausteam Schwetzingen ebenso wie Gudrun aus dem Bottwartal oder das Ehepaar, das im vergangenen Jahr  zur Feier des Zehnjährigen  „Danke“-T-Shirts passend zur Tour bedrucken ließ. Sie alle freuen sich aufs Wochenende.

„Hohenloher Ebene“ steht mitten drin im Kartenausschnitt, der die große Radtour am Samstag beschreibt.  654 Höhenmeter an Steigungen auf 75 Kilometer, das ist schon eine ordentliche Radtour und hat mit Ebene nicht viel zu tun. Richtige Berge finden sich nicht auf dem Weg von Langenburg Richtung Billingsbach, über Herrentierbach, Amlishagen und Wallhausen, durch Gröningen und Gaggstatt , weiter nach Michelbach an der Heide und zurück nach Langenburg. Der höchste Punkt liegt auf 491 Meter Aufstieg, der niedrigste auf 247 Meter, das heißt, dass es immer wieder auf und ab geht. „Richtig knackig“ sind die großen Strecken der Tour de Hohenlohe, erinnern sich einige aus dem Starterfeld 2016, und zwischendurch, wenn die Schenkel brennen und die Lunge irgendwie zu klein wird, fragen sich die Teilnehmer schon, warum sie sich das antun. Aber welch ein Triumph, dann ins Ziel zu rollen. Die Freude am aus eigener Kraft Erreichten lässt sich einfach mit gar nichts vergleichen.

Die große Tour am Sonntag  führt  510 Meter bergauf,  über insgesamt 65 Kilometer. Wiederum von Langenburg aus geht es gemeinsam über Elpershofen auf dem Kocher-Jagst-Radweg nach Mulfingen, dann über Herrentierbach und Billingsbach wieder zurück nach Langenburg.

Die kleinen Touren sind jeweils 15 bis 20 Kilometer kleiner, auch werden einige Anstiege umgangen. Die Teilnehmer beider Touren treffen sich unter anderem zur Mittagsrast:  Am Samstag  rasten die Radler in Satteldorf, am Sonntag wird in der Kulturscheune in Mulfingen eine Rast organisiert;  in den Teilorten der Gemeinde Mulfingen findet zudem das Kulturwochenende „Kulturneschter“ statt - mit Einblicken in offene Ateliers, Bauernhöfe und Kirchen.

Das HS-Tourismus-Team (Hohenlohe + Schwäbisch Hall) hat wieder einige Sponsoren gewonnen, die von der   Aufwärmgymnastik über Freigetränke und Obst  einige nette „Extras organisiert.  Auch sonst organisiert das Team um Beate Philipp ein Programm, das allein die Teilnahme lohnt.  Aber am Samstag gibt es ein großes Radlerfest mit regionaler Küche und Begleitprogramm, zu dem auch Nichtradler eingeladen sind. Für den Freitagabend, den Vorabend der Tour, wurde offenbar ein so attraktives Programm organisiert - vom mediterranen Büffet über den Besuch der tausend Jahre alten Grabeskirche bis hin zur Schafskäseverkostung -, dass längst keine Karten mehr auf dem Markt sind.

E-Bike-Trend nicht zu stoppen

Beate Philipp, die die Tour organisiert, erinnert daran, dass sich Rennradfahrer schwer tun: Auch wenn meist auf Radwegen gefahren wird, sind Teile der Strecke auf Feldwegen und geschotterten Waldwegen zu bewältigen. Zusammengestellt wurden die Touren heuer vom Schwäbischen Albverein in Langenburg  um Manfred Fuchs;  „knackige“ Touren, sagt auch Beate Philipp; die heuer so wenig Zeit hatte, zu trainieren, dass sie die Strecken erstmals mit Pedelec abgefahren ist.

Hauptsache kein Regen

Damit ist sie in guter Gesellschaft: Mittlerweile setzen über die Hälfte der Teilnehmer auf E-Unterstützung. „Das ist schon ein Unterschied“, sagt Philipp, da sind die Berge nicht mehr ganz so respekteinflößend. Sie wünscht sich gutes Rad-Wetter, damit steht und fällt das ganze Wochenende. Im vergangenen Jahr wurde zum Jubiläum zwar mit 1500 Teilnehmern ein Rekord erreicht, es war mit 30 Grad aber auch heiß wie nie. Das war schon sehr belastend – nicht wenige haben sich damals erstmals für die kleinere Route entschieden.

Info Alle Strecken der Radveranstaltung „Tour de Hohenlohe“ sind als Rundtouren angelegt, sie starten und enden in Langenburg und führen durchs Jagsttal  und über die Hohenloher Ebene. Anmeldungen zur Tour an der Stadthalle in Langenburg; weitere Informationen unter, www.tour-de-hohenlohe.de.

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