Wenn Autohändler ins Fachsimpeln kommen, wirds interessant

Automeilentage und Hangar-Grip-Days: Zwei Veranstaltungen, die sich gut ergänzten und beide ihre ganz eigenen Reize hatten. Ein dankbares Publikum quittierte es mit reichlich Zuspruch.

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  • Im Hangar liefen die ersten "Grip-Days" - eine Spezialausstellung für Freunde getunter Fahrzeuge und allem, was Autos veredelt. Fotos: Mathias Bartels 1/4
    Im Hangar liefen die ersten "Grip-Days" - eine Spezialausstellung für Freunde getunter Fahrzeuge und allem, was Autos veredelt. Fotos: Mathias Bartels
  • "Endlich da", so der freudige Kommentar der Mercedes-Mannschaft zur neuen C-Klasse, die am Wochenende bei Widmann präsentiert wurde. Sieht gut aus. 2/4
    "Endlich da", so der freudige Kommentar der Mercedes-Mannschaft zur neuen C-Klasse, die am Wochenende bei Widmann präsentiert wurde. Sieht gut aus.
  • "Gib Gummi" hieß es bei den Auto-Drifts neben dem Hangar. Dort boten René Portz und Oliver Harsch ihre qualmende Show. Mutige konnten sogar mitfahren. 3/4
    "Gib Gummi" hieß es bei den Auto-Drifts neben dem Hangar. Dort boten René Portz und Oliver Harsch ihre qualmende Show. Mutige konnten sogar mitfahren.
  • Noch nicht ganz da, obwohl schon im Haus: das neue Audi-A3-Cabrio, das offiziell erst nächste Woche vorgestellt wird. Deshalb auch die "Schonbezüge". 4/4
    Noch nicht ganz da, obwohl schon im Haus: das neue Audi-A3-Cabrio, das offiziell erst nächste Woche vorgestellt wird. Deshalb auch die "Schonbezüge".
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Richtig zufrieden sah Thilo Hintermaier schon am Samstagnachmittag aus. Der Verkaufsleiter beim Mercedes-Autohaus Widmann hatte nicht nur die "Hütte" voll, es gab auch Attraktives zu sehen: "Wir haben lange auf das neue C-Modell gewartet, jetzt ist es endlich da", beschrieb er seine Gemütslage. Modellwechsel also nach rund acht Jahren beim meistverkauften Daimler. Dazu der neue GLA mit SUV-Elementen: Da schlug nicht nur das Herz des Autoverkäufers höher.

Was eigentlich mit den älteren Gebrauchten passiert, wollte das HT von ihm wissen. Sofern sie nicht unter die Rubrik "Junge Sterne" fallen, also meist älter sind als sechs Jahre, gebe es jede Menge Import-Export-Firmen, die derlei Gebrauchtwagen mit Kusshand nehmen, offenbarte Hintermaier. Das Problem für die Markenhändler: Sie müssen selbst für ältere Fahrzeuge Garantie gewähren. Das macht die Autos teurer. Ältere "Schätzchen" werden gern nach Ungarn oder Rumänien ausgeführt, Lastwagen gar in den Nahen oder Mittleren Osten. "Da fahren viele sogar in Afghanistan", wusste der Kfz-Experte. Überhaupt die Verkaufszahlen bei "Neuen" und "Alten": Auf einen zugelassenen Neuwagen kommen rund vier Gebrauchte.

Gleich nebenan bei Audi durfte Verkaufsleiter Axel Unfried den neuesten Zuwachs der Audi-Familie noch nicht unverhüllt zeigen. Das mit Laken verdeckte A3 Cabrio wird erst nächste Woche offiziell vorgestellt. "Aber neugierig machen darf man die Leute ja", meinte er. Obwohl: Fürs HT hätte er schon eine Ausnahme gemacht und die Decke gelüftet. Wir wollten ihn aber nicht in Schwierigkeiten bringen.

Die "Grip-Days" sahen die Auto-Händler durchweg als Bereicherung des Automeilen-Programms. "Nicht unbedingt die Klientel, die bei uns im Laden nach dem neuesten Modell fragt, die schrauben sich ihre getunten Lieblinge eher selbst zusammen", wusste Thilo Hintermaier Bescheid.

Zufriedenheit bei Andrej Wagner, Niederlassungsleiter bei Sing. Er vertritt neben der japanischen Marke Mazda seit einigen Jahren auch Hyundai. Die Koreaner entwickeln ihre Fahrzeuge in Rüsselsheim und lassen sie in Tschechien bauen. Offenbar trifft der Mischkonzern aus Seoul, der unter anderem auch Bagger, Schiffe, Fernseher und Elektronik im Portfolio hat, den europäischen Geschmack. Die Zulassungszahlen steigen seit Jahren kontinuierlich und überdurchschnittlich. "Die FIFA-WM in Deutschland hat sicher wesentlich zum Image-Gewinn beigetragen", erinnert er sich an 2006, als Hyundai durchstartete. Qualitätsprobleme? "Aber nicht doch! Fünf Jahre Werksgarantie ohne Kilometerbegrenzung", kommt es wie aus der Pistole geschossen. Na dann. . .

Neue Modelle auch bei Opel, Skoda und Fiat. Wobei: Den größten Wandel gibt es wohl bei den Italienern, wie Gerhard Kehl wissen ließ. Seitdem die Turiner bei Chrysler eingestiegen sind, sei eine neue Premium-Marke zu erwarten. Lancia läuft dagegen in Deutschland aus. "Und den einzigen, richtigen Jeep, den gibt es bei uns", freute sich Kehl. Denn Jeep, der "Vater" aller Geländefahrzeuge, gehört längst auch zu Fiat. Und dann gibts da ja auch noch Ferrari. . .

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