Weniger Stunden für Projekte an Gymnasien

Die grün-rote Landesregierung baue die Gemeinschaftsschule zu Lasten der Gymnasien aus. Das kritisiert der CDU-Landtagsabgeordnete Helmut Rüeck.

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Schüler des Haller Erasmus-Widmann-Gymnasiums im Schülerhaus. Archivfoto

Eltern, Schüler und Lehrer haben sich im vergangenen Schuljahr bei dem Crailsheimer Abgeordneten beschwert, weil häufig Unterricht an Gymnasien im Kreis Hall ausgefallen sei. Rüeck hat daraufhin bei der Landesregierung nachgehakt. Wie Rüeck mitteilt, plane die Landesregierung im kommenden Schuljahr Lehrerstunden für außerunterrichtliche Projekte um zirka 14 Prozent zu streichen. Dazu gehören etwa der Bereich der Oberstufenberatung, Projekte und Kooperationen mit den Vereinen, Exkursionen und anderes mehr. Darüber hinaus wolle das Ministerium die für die Hausaufgabenbetreuung in den Klassen 5 bis 7 bereitgestellten Lehrerstunden streichen, berichtete Rüeck. Der Unterrichtsausfall im vergangenen Schuljahr an Gymnasien liege bei 4,8 Prozent. Nur 2009 sei dieser Wert überschritten worden, als wegen der damals grassierenden die Schweinegrippe 5,5 Prozent der Stunden ausfielen.

"Wenn ich die Antwort von SPD-Kultusminister Andreas Stoch richtig verstehe", schreibt Rüeck, "könnte man den Eindruck gewinnen, die Situation der Schulen im Wahlkreis wie im Land wäre wunderbar". So stelle das Ministerium heraus, dass wegen sinkender Schülerzahlen keine Neueinstellungen für das Schuljahr 2012/2013 notwendig gewesen wären, dennoch habe man alle verfügbaren Stellen wiederbesetzt. Für den Pflichtunterricht hätten alle rechnerisch notwendigen Lehrerstellen vorgehalten werden können. "Diese Aussagen widersprechen aber der Realität an den Gymnasien massiv", so Rüeck. Er habe den Eindruck, dass die Landesregierung den Blick für die Realität verloren habe. Der Kultusminister solle doch dazu stehen, dass er für den Aufbau der Gemeinschaftsschulen Bedarf an Lehrern habe. Da man nicht bereit sei, zusätzliche Lehrerstellen für die Gemeinschaftsschulen zu schaffen, müssten sie eben von den anderen, differenzierten Schularten abgezogen werden, so Rüeck.

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