Weiterer Meilenstein im Gewerbepark Kirchberg

Ingenia Projects erstellt ein Servicecenter. Der Neubau ist Standort für Windkraftanlagenhersteller und zudem Lager- und Bürostandort für heimische Betriebe.

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Gert Seebach (Generalunternehmer), die Ingenia-Geschäftsführer Jürgen Westram, Siegfried Thurau, Ralf Stier mit  Martin Dill (Architekt) und Lothar Mezger (Leonhard Weiss, von links) beim improvisierten Spatenstich.   Foto: 

Bei Ingenia Projects GmbH & Co.KG, die bekanntlich ihren Sitz im Wasserschloss in Erkenbrechtshausen hat, werden derzeit zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Denn der Bau einer neuen Gewerbehalle im Gewerbepark Kirchberg und damit unmittelbar an der Autobahn A6 erfüllt künftig gleich mehrere Funktionen.

So firmiert der Neubau künftig als Service-Center A6. Hauptanlass für den Neubau war der Umstand, dass der Windkraftanlagenhersteller Vestas nach einem Standort für einen Servicestützpunkt im Raum Hohenlohe-Franken suchte. Da Vestas auch den Windbark Kirchberg betreut, bot es sich natürlich an, in der Nähe einen entsprechenden Standort einzurichten. Nach vorläufigen Planungen wird das Unternehmen mit dem größten Weltmarktanteil im Bereich Windenergie in Kirchberg bis zu zehn Mitarbeiter beschäftigen. Diese werden von dort aus die bereits errichteten und noch geplanten Windkraftanlagen im Umkreis von rund 50 Kilometern betreuen. Zuvor war für die Anlagen in der Region der Servicestützpunkt Würzburg zuständig. Gerade aber auch in Notfällen sind kurze Wege der Servicetechniker zu den Anlagen unabdingbar, um längere Ausfälle und damit hohe Kosten zu vermeiden.   Für die Verantwortlichen bei Ingenia Projects stand als Mitinitiator des Windparks Kirchberg gleich fest, dass der Standort des Vestas-Servicestützpunktes so nah wie möglich an den Windkpark Kirchberg gebaut werden soll. Ingenia-Geschäftsführer Ralf Stier: „Die Kontakte für die Umsetzung dieses gemeinschaftlichen Projektes wurden bereits Ende letztes Jahr geknüpft.“

 Neben Vestas wird auch Ingenia Projects den Neubau für sich nutzen und einen Teil der Halle als Lagerraum belegen, um die Logistik für die Geschäftszweige Photovoltaik-Anlagenbau und die Errichtung von digitalen Netzwerken in Kommunen sowie großer gewerblicher Objekte zu optimieren. Insgesamt 1,2 Millionen Euro investiert Ingenia Projects in das Gebäude mit rund 1350 Quadratmetern Nutzfläche, um dabei auch die Abläufe im eigenen Haus nachhaltig zu verbessern. Eventuellen Gerüchten über einen Umzug des Unternehmens kommt Siegfried Thurau schon einmal zuvor:  „Der Sitz von Ingenia bleibt im Wasserschloss.“

Der bislang noch ungenutzte Raum in dem Neubau soll künftig Betrieben zur Verfügung stehen, deren geschäftliches Einzugsgebiet die nähere Region umfasst und sich hier einen verkehrsgünstig gelegenen Lager- und Servicestandort einrichten wollen. Ingenia-Geschäftsführer Siegfried Thurau:  „Wir haben unser Nutzungskonzept so ausgelegt, dass die Firmen hier optimale Voraussetzungen vorfinden.“ So ist etwa die Aufteilung der Flächen nach den jeweiligen Bedürfnissen von potentiellen Nutzern möglich und der Einbau von Büro- beziehungsweise Sanitärräumen kann individuell gestaltet werden. Die Halle wird außerdem mit bereitstehenden Büroabteilen konzipiert, deren jeweilige Größe  bei 150 Quadratmetern beginnt. Dazu können zusätzlich auch Lageraußenflächen angemietet werden. Die Büroeinheiten sind ab 20 Quadratmetern verfügbar. Zum weiteren Service gehören schnelles W-Lan  und  entsprechendes Netzwerk, ein Einlagerungs- und Lieferservice, ein hoher Sicherheits- und Qualitätsstandard sowie ein gutes Arbeits- und Raumklima durch Fußbodenheizung. Ingenia-Gesellschafter Jürgen Westram preist noch einen weiteren gewichtigen Vorteil an: „Aufgrund der guten Isolierung nach aktuellem Wärmeschutzstandard mit Sandwichpanelen sowie der Heizungsanbindung an das vorhandene Nahwärmenetz im Gewerbegebiet, das von einer Biogasanlage gespeist wird, werden die Nebenkosten in einem sehr günstigen Bereich liegen.“ Sollte sich nichts Unvorhersehbares ergeben, dann soll die Halle im Februar des kommenden Jahres bezugsfertig sein.

Aktuell stehen noch 750 Quadratmeter  zur Vermietung zur Verfügung. Wer sich an diesem strategisch günstigen Platz direkt an der Autobahn A6 noch einen Platz sichern will, sollte aber zügig mit Ingenia Projects Kontakt aufnehmen. Ralf Stier: „Es sind schon ein ganze Reihe von Anfragen von Interessenten bei uns eingegangen“.

Kerngeschäft Die Vestas Deutschland GmbH hat ihren Hauptsitz mit Vestas Central Europe in Husum und ist der führende Lieferant von Windenergielösungen. Zum Kerngeschäft gehören die Entwicklung, die Produktion, der Vertrieb, das Marketing und die Instandhaltung von Windenergieanlagen sowie die Umwandlung der Windenergie in elektrischen Strom. Weltweit beschäftigt Vestas mehr als 20 000 Mitarbeiter und hat in den vergangenen 30 Jahren in 66 Ländern auf sechs Kontinenten insgesamt mehr als 43 000 Windenergieanlagen installiert.

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