Was wird aus der Enklave?

Läublingsforst ist praktisch eine Enklave: Das Gebiet gehört zu Michelbach, wird aber von Rosengarten genutzt und verwaltet. Jetzt soll zwischen den Gemeinden erneut verhandelt werden.

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Das Gebiet Läublingsforst gehört zur Gemeinde Michelbach, wird aber von Landwirten aus Rosengarten bewirtschaftet. Foto: Christian Rieger

Das 20 Hektar große Gebiet Läublingsforst liegt auf der Ostseite von Rosengarten, gehört aber zur Gemarkung Michelbach. Die gesamte Fläche wird von Landwirten aus Rosengarten als Acker oder Grünland bewirtschaftet und ist auch nur über Uttenhofen erreichbar. Dieses Michelbacher Gebiet wird vom Kocher umfasst. Die dortigen Feldwege sind 2,4 Kilometer lang.

Das sind die Ausgangspunkte, denen sich Christine Deiß zu stellen hatte. Die Studentin an der Hochschule Ludwigsburg macht im Rosengartener Rathaus ein Praktikum. Ihr Semester in Rosengarten begann am 14. Oktober und endet am 15. Februar.

Für die Unterhaltung der Wege hat Christine Deiß zum Abschluss ihrer Praxisarbeit ein Lösungskonzept erarbeitet, das sie im Gemeinderat vorgestellt hat. Bürgermeister König wies auf die schwierige Situation hin, bedingt durch das ausschließlich Rosengarten zugewandte Gebiet und die Unterhaltung der Feldwege durch Rosengarten mit Kostenbeteiligung von Michelbach.

Es gebe seitens Michelbach geringes Interesse an diesem Gebiet, sagte Deiß. Komme es zu Problemen, meldeten sich die Landwirte im Rathaus Rosengarten. Den Verwaltungsaufwand übernimmt Rosengarten. Die Sanierung der Wege sollte schnell erfolgen.

Deiß hat zahlreiche Lösungsvarianten erläutert. Als aus ihrer Sicht beste wurde die Veränderung der Gemarkungen benannt. Es habe dazu schon früher einen Versuch gegeben, der aber nicht erfolgreich war, berichtete Bürgermeister König. Michelbach wolle nicht kleiner werden.

Die Verwaltung will in diesem Jahr, ausgehend von den vorgeschlagenen Varianten, erneut mit der Gemeinde Michelbach sprechen, um eine praktische Lösung für die Unterhaltung der Feldwege zu finden. Dazu gehören auch die Abrechnung und Versicherungspflicht für die Wege. Dem hat der Gemeinderat zugestimmt.

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