Was blüht denn da am Rand?

Alles rund um die heimische Botanik haben die Kinder während des Ferienprogramms in Bölgental erfahren. Zudem gab es nach der Kräuterwanderung Brot mit bunten Blumen und selbst gemachtes Kräutersalz.

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  • Mithilfe der Lupen sehen sich die Kinder die Brennnessel ganz genau an. Martha Feuchter (links) zeigt ihnen, wo die weißen Stacheln am Stengel sitzen, die dafür verantwortlich sind, dass die Pflanze brennt. Fotos: Marie-Louise Landsberger 1/3
    Mithilfe der Lupen sehen sich die Kinder die Brennnessel ganz genau an. Martha Feuchter (links) zeigt ihnen, wo die weißen Stacheln am Stengel sitzen, die dafür verantwortlich sind, dass die Pflanze brennt. Fotos: Marie-Louise Landsberger
  • Nach der Wanderung wird sich mit Wiesentrunk und Blumenbrot gestärkt. 2/3
    Nach der Wanderung wird sich mit Wiesentrunk und Blumenbrot gestärkt.
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Warum gibt es eigentlich so viele Grüntöne in der Natur? Ist die Milch vom Löwenzahn wirklich giftig? Und gibt es einen Trick, der verhindert, dass man sich an einer Brennnessel brennt? Während der Kräuterwanderung um das idyllische Bölgental erfuhren die Kinder vieles über die heimische Botanik. Geführt wurden sie von Martha Feuchter. Zu Beginn der Führung erzählte sie: "Ich war mein Leben lang Krankenschwester. Danach habe ich mich noch an der Gundermann-Akademie zur Kräuterpädagogin umschulen lassen." Interesse an der Natur und altem Volkswissen hatte die 64-Jährige schon immer gehabt. "Das ganze Wissen, das für unsere Großeltern noch geläufig war, ist leider immer mehr verloren gegangen." Und genau deswegen zeigte sie den Kindern, was so alles Nützliches am Wegesrand grünt und blüht.

"Kein Kind saust voraus", mahnte Feuchter. Zu Beginn erklärte sie, dass die Blätter auf dem Baum viel dunkler sind, da sie im Frühjahr wachsen. Das Grün des frisch gemähten Grases hingegen sei viel heller. Schnell wurde allen klar, dass keine Blüte gleich und jede Pflanze anders ist. "Zudem unterscheidet man auch zwischen Wildpflanzen, die von alleine in der Natur wachsen, und den künstlich angelegten Kulturpflanzen in den Gärten." Doch was die Kinder viel mehr interessierte, war die Frage, wie man eine Brennnessel anfasst, ohne sich wehzutun. "Nun da gibt es einen Trick", so Martha Feuchter. "Wenn man bei der Brennnessel am Stengel von unten nach oben fährt beim Greifen, dann stechen einen die nach oben gerichteten Stacheln nicht." Sie sagte, dass man dadurch auch die ganze Nessel abstreifen könne, wodurch alle Stacheln abfielen und die Pflanze nicht mehr brenne.

Doch rund um Bölgental wartete noch viel mehr, denn um das Dorf, das ans Naturschutzgebiet grenzt, gibt es eine erstaunliche Vielzahl von Pflanzenarten. Darunter auch die Schafgarbe. "Die heißt so, da Schafe sie nur essen, wenn sie Bauchweh haben", so Feuchter. "Außerdem ist die Milch vom Löwenzahn gar nicht giftig", verriet die 64-Jährige. "Das wird uns nur von den Eltern erzählt, da die Flecken mit keinem Mittel mehr rausgehen." Zudem erfuhren die Kinder, dass es viele Arten des Spitzwegerichs gibt und dass deren Saft gegen den Juckreiz bei Stichen hilft.

Nach der Wanderung kehrten die Kinder und Betreuer wieder in das Dorfgemeindehaus zurück. Zur Stärkung gab es selbst gemachten Wiesentrunk und Brote, die sich die Kinder mit bunten Blumen verzieren durften. "Zum Geschmack tut das zwar nichts dazu", so Feuchter, "aber dafür sehen sie sehr schön aus." Anschließend fertigten die Kinder noch Kräutersalz, mit Pflanzen aus der Region, die Martha Feuchtner zuvor schon getrocknet hatte.

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