VR-Bank gründet mit fünf Millionen Euro eine Stiftung

Nach einem sehr gut verlaufenen Wirtschaftsjahr 2012 hat die VR-Bank Schwäbisch Hall-Crailsheim eine eigene Stiftung gegründet. In festlichem Rahmen hat am Dienstag Eberhard Spies das Projekt vorgestellt.

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Mitglieder des Stiftungsrats und Gäste der Veranstaltung (von links): Hermann-Josef Pelgrim (Oberbürgermeister in Hall), Wolfgang Laidig und Manfred Trumpp (beide stellvertretende Vorsitzende der Stiftung), Rudolf Michl (Oberbürgermeister in Crailsheim), Torsten Schulz (Vorsitzender der Stiftung), Johannes Schmalzl (Regierungspräsident in Stuttgart), Eberhard Spies (Vorstandsvorsitzender VR-Bank), Landrat Gerhard Bauer sowie Roman Glaser (Präsident des Genossenschaftsverbands). Foto: sel

Das Wirtschaftsjahr 2012 war für die VR-Bank Schwäbisch Hall-Crailsheim außerordentlich erfolgreich, gab Eberhard Spies, Vorstandsvorsitzender der VR-Bank, vor illustrer Runde bekannt. Aus dem Kreis waren Bankenchefs gekommen, Ex-Wirtschaftsminister Walter Döring, Bürgermeister, beide Oberbürgermeister und Landrat Gerhard Bauer sowie Vertreter von mitgliederstarken Vereinen, um der Stiftung und der Bank ihre Referenz zu erweisen. Die Erlöse aus den fünf Millionen Stiftungskapital sollen Projekten im Kreis Schwäbisch Hall zugute kommen.

"Es geht uns gut", sagte Eberhard Spies. Nachdem die VR-Bank ihre Strukturen bereinigt habe und nicht zuletzt in den vergangenen fünf Jahren 30 Millionen Euro in ihre Gebäude investiert hat, "können wir es uns jetzt leisten." Mit ganz aktuellen Zahlen verdeutlichte er die gute Lage (die Bilanz war am Vortag abgeschlossen worden): Die Bilanzsumme 2012 beträgt 1,7 Milliarden Euro (Vorjahr 1,588 Millionen Euro), 1,2 Milliarden verbucht die Bank als Einlagen (plus 42 Millionen Euro) und 909 Millionen Euro beträgt das Kreditvolumen. Auch für 2013 sieht Spies seine Bank auf Wachstumskurs. "Die VR-Bank ist einer der größten Steuerzahler im Kreis geworden", sagte er selbstbewusst an die Adresse der Bürgermeister.

In einer kurzweiligen Rede zeigte Spies die Rolle der Genossenschaftsbanken im Wirtschaftsleben auf. Bislang seien es die Kunden der VR-Bank gewesen, die über das Gewinn-Sparen seit einigen Jahren einen Obolus für die Unterstützung besonderer Projekte abgeben. Im Dezember hat die VR-Bank aus diesem Projekt 138.000 Euro an 120 Vereine und Gruppen im Kreis Schwäbisch Hall ausgeschüttet. Nun wolle nun das Institut selbst aus ihrem Kapital Geld für die Allgemeinheit zur Verfügung stellen - nachhaltig, denn an das Geld der Stiftung komme die Bank nicht mehr heran.

"Genossenschaften sind Unternehmen, die wirtschaftliche und soziale Verantwortung verbinden", unterstrich auch Dr. Roman Glaser. Er ist der Präsident des im vergangenen Jahr gegründeten Baden-Württembergischen Genossenschaftsverbands. Mit der Stiftung werde der genossenschaftliche Gedanke "In der Region - für die Region" umgesetzt. Geld, das im Kreis Hall erwirtschaftet wird, komme nun über die Ausschüttung der Stiftung wieder zurück in die Region. "Das ist eine Investition in die Heimat. Das ist in einer globalisierten Welt von Bedeutung."

Gab es in den 80er Jahren nur 150 Stiftungen im Bereich Nord-Württemberg, existieren inzwischen im Regierungsbezirk Stuttgart rund 1160 Stiftungen, sagte Johannes Schmalzl, Leiter des Regierungspräsidiums. Und mit Blick auf Oberbürgermeister Hermann-Josef Pelgrim meinte er, dass die Stadt Schwäbisch Hall mit der Hospitalstiftung, die 1228 erstmals urkundlich erwähnt worden ist, über eine der ältesten Stiftungen im Land verfüge. Deren Stiftungskapital umfasst 70 Millionen Euro. Weitere große Stiftungen im Kreis sind die Sparkassenstiftung (drei Millionen Euro Kapital), die Landkreis Schwäbisch Hall Stiftung (1,99 Millionen Euro) und die Bürgerstiftung für junge Menschen (2,2 Millionen Euro).

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