Vorerst kein neues Saatgutrecht

Das Europaparlament hat am Dienstag die von der Europäischen Kommission vorgelegte Neuordnung des Staatgutrechts abgelehnt. Das freut Evelyne Gebhardt (SPD) und Harald Ebner (Grüne).

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"Das Europäische Parlament hat die Kommission heute daran erinnert, wem die Gesetzgebung der EU zu dienen hat. Eine Saatgutverordnung, die überwiegend die Interessen großer Agrarkonzerne berücksichtigt und die Artenvielfalt gefährdet, wird es mit uns nicht geben", zeigt sich die Hohenloher SPD-Europaabgeordnete Evelyne Gebhardt nach der Abstimmung im Straßburger Europaparlament erleichtert. Eine Neuordnung des europäischen Saatgutrechts sei grundsätzlich begrüßenswert. Dies dürfe nicht auf Kosten der Artenvielfalt geschehen. Der Schutz der Biodiversität sei ein Muss, meint Gebhardt. Altes Saatgut und traditionelle Kulturpflanzen müssten explizit geschützt werden, fordert sie.

Die Zurückweisung des Verordnungsvorschlags wertet der Kirchberger Bundestagsabgeordnete Harald Ebner (Grüne) als Erfolg. Dieser komme Landwirten, kleineren Züchtern, Erhaltungszucht-Initiativen und nicht zuletzt den Verbrauchern zugute. Er befürchtet trotzdem einen dramatischen Verlust an genetischer Vielfalt.

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