Von Hardrock bis zur Polonaise

Wenn Christen feiern, muss es nicht immer bedächtig und getragen zugehen. Das bewies einmal mehr das "Inspirit"-Festival in der Blaufeldener Markthalle. Da ging es bisweilen ganz schön hart zur Sache.

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Das Organisationsteam von "Inspirit" ist inzwischen so gut etabliert in der christlichen Rockszene, dass Benjamin Janot sagen kann: "Über 30 Anfragen verschiedenster Bands kamen alleine in den letzten Monaten rein." Will heißen: Die Blaufeldener müssen sich nicht mehr die Hacken ablaufen, um gute Musik zu finden - sie kommt (fast) von selbst.

In diesem Jahr setzte die Crew am Samstagabend auf Altbewährtes: Auf die Gruppe "Emily still reminds" und den Rapper "Rudi O" zum Beispiel. "Doch wir", sagt Benjamin Janot, "wollen auch Newcomern eine Chance geben." Die Mischung müsse eben stimmen, sind sich Andrea und Matthias Naser vom "Inspirit"-Team einig.

So war es dann auch heuer. "Emily still reminds" machten den Anfang und legten eine betont harte Gangart an den Tag. Das Spezialgebiet der Jungs ist nun einmal "Hardcore". Wer ihnen zuhört, wird unweigerlich an Bands wie "Linkin Park" erinnert. "Tatsächlich", so Sänger Simon Schneider, "war es eine der Hardcore-Bands, die uns stark beeinflusst hat."

Was freilich bei "Emiliy still reminds" dazukommt, ist der christliche Hintergrund. Schneider stellt aber klar: "Wir wollen auf gar keinen Fall von der Bühne aus missionieren oder gar eine Predigt halten. Darum kommt auch in keinem unserer Lieder Jesus vor." Vor vier Jahren hat sich die Band gegründet. "Damals fanden wir: Es fehlt der Welt an Maß, Normen und Werten", sagt Schneider. "Wir wollen durch unsere Botschaften erinnern und verändern." Das kommt an. Ein Song wird sofort gefordert vom jungen Publikum: "There is hope in this broken world" - "Es gibt Hoffnung in dieser gebrochenen Welt."

Stichwort Mischung: Lustig und beschwingt machte die niederländische Combo "Draw the Parade" weiter - smarte Jungs, die glatt als neue Boygroup durchgehen könnten. Die poppigen Songs verbreiteten sofort gute Laune. Und so feierte der Fasching ein Comeback, als sich die Musikfans in der Markthalle beschwingt zur Polonaise formierten.

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