Vom Treppenaufgang hoch an die Kirche

In Wiesenbach, dem größten Teilort von Blaufelden, legt Ortsvorsteher Manfred Glemser alle zwei Jahre ein Bekenntnis für den Frieden ab.

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    Das Wiesenbacher Denkmal zeigt einen Soldaten mit gesenktem Kopf und gekreuzten Händen. Foto: 
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Nicht immer stand das Kriegerdenkmal in Blaufelden dort, wo es heute steht, nämlich oben an der hübschen Ulrichskirche. Früher hatte es seinen Platz unten am Treppenaufgang zwischen Kirche und Rathaus. "Davon gibt es eine Postkarte", sagt Ortsvorsteher Manfred Glemser. Doch als dann der alte Treppenaufgang verlegt wurde, musste das Kriegerdenkmal weichen - das war in den 70er-Jahren.

Die Figur steht nun vor einer Mauer mit Efeu und Farn. Es ist ein Soldat mit trauernd gesenktem Kopf und gekreuzten Händen. Das Gewehr hat er auf den Boden gestellt. Angesichts der Trauer ist ihm nicht nach Schießen zumute.

Steht er gar vor dem Grab eines gefallenen Kameraden? Wir wissen es nicht. Auch wie der Künstler hieß, der die Skulptur schuf, ist in der Gemeinde unbekannt, glaubt Ortsvorsteher Manfred Glemser.

Das Denkmal wurde vermutlich nach dem Ersten Weltkrieg aufgestellt. An die Wiesenbacher Gefallenen von 1914 bis 1918 erinnert eine Inschrift. Den Gefallenen des Zweiten Weltkriegs ist eine Extra-Platte gewidmet.

Alle zwei Jahre im November organisiert der Ortschaftsrat am Kriegerdenkmal eine Gedenkfeier. Der Liederkranz singt und Glemser hält eine kurze Rede. Auch wenn dazu "nicht mehr viele Leute kommen", so ist das für Glemser noch lange kein Grund, mit den Gedenkfeiern aufzuhören. Es sei wichtig, an den Krieg und seine Schrecken zu erinnern, sagt er und lässt bei den Gedenkfeiern die Gelegenheit nicht verstreichen, vor dem trauernden Soldaten ein Bekenntnis für den Frieden abzulegen. "Nie wieder Krieg", mahnt Glemser dann.

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