Volle Taschen sind ein Indikator

Gedacht ist die HAM als Verkaufsmesse. "Wenn die Besucher mit vollen Taschen nach Hause gehen, dann haben wirs richtig gemacht", weiß Organisator Dieter Link. Es gibt aber immer wieder auch Neues.

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Wer seine Ware liebt, der riecht! - An zahllosen Lebensmittelständen erhielten die HAM-Besucher animierende Appetit-Häppchen zwischendurch.

Porträtfoto gefällig? Im Heißluftballon oder im Gebirge, am Strand oder vor der Freiheitsstatue? Die VR-Bank machts möglich an ihrem Stand. Zahllose HAM-Besucher nutzen den Service, lassen sich vor der grünen Fotowand ablichten, freuen sich über den Schnappschuss.

"Natürlich verkaufen wir hier kein Haus", weiß Mark Betz von der Reubacher Company B. "Aber man kann sich in Erinnerung bringen - vielleicht zahlt es sich irgendwann aus." Der Langzeiteffekt ist wahrscheinlich entscheidend für viele Messebeschicker, etwa für die Berater-Crew des Immobilienbesitzervereins Haus & Grund. Und wenn von "Crew" die Rede ist, dann ist das auch so gemeint. Erstmals präsentieren sich die Nachbar-H&G-Ortsvereine aus Crailsheim, Hall und Künzelsau gemeinsam in einer Koje. "Mitgliederwerbung" hat man sich zwar auf die Fahne geschrieben, doch zwischendurch geht es auch um Kontaktpflege untereinander.

Dicht umlagert ist der Stand von Michael Lopez und seinem RC Helikopter-Service Suisse aus Zug - vor allem, wenn Lopez seine Hubschrauber-Modelle über den Köpfen der Besucher schwirren lässt. Kein Zweifel: ein Messemitbringsel für viele.

Jasmin Reich aus Gerabronn ist erstmals auf der HAM. Ihre "Namen auf dem Reiskorn" trifft man sonst eher auf Jahrmärkten und Stadtfesten, doch weil gerade jetzt im Winter dort eher Flaute herrscht, probiert sie es in Ilshofen. Ihr Fazit: "Durchwachsen", wenngleich sich viele Besucher für ihre Arbeit interessieren.

Zeitweise kein Durchkommen gibt es an den zahllosen Wurst-, Käse-, Schinken- und Gewürzständen, wo die Händler natürlich leichtes Spiel haben, weil sie ihre Spezialitäten bereitwillig unters Volk bringen können. Zufrieden sind auch die Weinexperten von Pallhuber aus Langenlonsheim. Verkauft wird hauptsächlich auf Messen, verrät Mitarbeiter Werner Wolber. "Und mittlerweile auch online", ergänzt er.

Aus der Nachbarschaft erlebt das "Fürstenfass" der Weinkellerei Hohenlohe seine Premiere. Und wird damit dem Anspruch der Messemacher gerecht: "Regional solls sein."

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