Vögel im Winter nicht mit Brot füttern

Bislang haben die Vögel noch nicht hungern müssen. Es friert nicht, es liegt kein Schnee. Das Nahrungsangebot ist groß. Jetzt soll es kälter werden.

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Wie man Vögel im Winter richtig füttert, das weiß Peter Trka von der Ortsgruppe Braunsbach-Untermünkheim des Naturschutzbundes. In einer Pressemitteilung heißt es, dass das Füttern von Vögeln zur Winterzeit nicht nur in Deutschland eine lange Tradition habe. Es sei bei vielen Vogelfreunden beliebt. An Futterstellen ließen sich die Tiere aus nächster Nähe beobachten. "So vermittelt das Füttern Naturerlebnis und Artenkenntnis zugleich. Das gilt besonders für Kinder und Jugendliche, die immer weniger Gelegenheit zu eigenen Beobachtungen und Erlebnissen in der Natur haben", so Trka.

Folgende Regeln sollten beim Füttern beachtet werden:

Füttern Sie Wildvögel erst bei Frost oder Schnee, dann aber regelmäßig. Die Vögel finden dann kaum Futter und verbrauchen trotzdem viel Energie, um ihre Körpertemperatur von rund vierzig Grad gegen die Kälte der Umgebung aufrecht zu erhalten. Labormessungen haben ergeben, dass Meisen in einer einzigen Kältenacht bis zu zehn Prozent ihres Gewichtes verlieren.

Wählen Sie Futterspender, bei denen die Tiere nicht im Futter herumlaufen und es mit Kot verschmutzen können. Auf diese Weise werde die Übertragung und Ausbreitung von Krankheitserregern minimiert.

Am besten verwenden Sie Futtersilos, da das Futter nicht verdirbt und sich keine Nahrungsreste sammeln können. Futterspender sollten so gebaut und angebracht werden, dass das Futter auch bei starkem Wind, Schnee und Regen nicht durchnässt, da es sonst verdirbt oder vereist.

Platzieren Sie Futterspender mit genügend Abstand zur nächsten Glasscheibe (mindestens zwei Meter) und an einer übersichtlichen Stelle, so dass sich keine Katzen anschleichen können.

Reinigen Sie herkömmliche Futterhäuschen regelmäßig mit heißem Wasser und legen Sie täglich nur wenig Futter nach. Aus hygienischen Gründen sollten beim Reinigen Handschuhe getragen werden.

Für Körnerfresser wie Finken, Sperlinge und Ammern sind Sonnenblumenkerne und Freiland-Futtermischungen richtig.

Für Weichfutterfresser wie Rotkehlchen, Heckenbraunelle, Meisen, Amseln, Zaunkönig empfehlen sich Rosinen, Obst, Haferflocken, Kleie und Meisenknödel. Keinesfalls sollte man salzige Nahrung wie Speck oder Salzkartoffeln anbieten. Auch Brot ist nicht zu empfehlen, da es im Magen der Vögel aufquillt, erklärt Peter Trka.

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