Viele Schweine haltende Betriebe haben Produktion eingestellt

Die VdAW-Erzeugergemeinschaft für Qualitätsferkel in Hohenlohe-Franken hielt kürzlich ihre Jahresversammlung ab. Größte Herausforderung war in der letzten Zeit die Umstellung auf Gruppenhaltung der Sauen.

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Schweinehaltung wird zunehmend problematischer: Ulrich Wahl, Vorsitzender des VdAW, weist bei Mitgliederversammlung auf den Ernst der Lage hin.  Foto: 

Als hätten die Ferkelerzeuger nicht genug mit ihren eigenen Problemen zu kämpfen, belastet nun ein neuer Skandal die Fleischbranche. Diese stehe wieder einmal am Pranger, weil einige Wenige durch Betrug und andere kriminelle Machenschaften versucht haben, sich zu bereichern, und es so zu Pferdefleischfunden in Lasagne und Schweinefleisch im Döner kam. So führte Ulrich Wahl, Vorsitzender des Verbandes der Agrargewerblichen Wirtschaft (VdAW) in Hohenlohe-Franken, in seine Rede anlässlich der Mitgliederversammlung in Eschental ein.

Als größte Herausforderung der letzten Monate nennt Wahl die Umstellung auf Gruppenhaltung tragender Sauen. Diese gestaltete sich auch deshalb schwierig, weil eindeutige Auslegungshinweise zur EU-Verordnung von staatlicher Seite auf sich warten ließen. Erst im November letzten Jahres gab das Land eine Zusammenstellung aller Anforderungen heraus. Für viele Betriebe sei dies aber zu spät gewesen, weshalb sie ihre bereits durchgeführten Umbauarbeiten nachbessern mussten.

Keine gewinnbringende Produktion mehr möglich

Es stehe ernst um die Schweinehaltung, so Wahl. Vor allem in der Ferkelerzeugung sei keine gewinnbringende Produktion mehr möglich, weshalb viele Betriebe zum Jahreswechsel aufgegeben haben. Aber auch die Mäster stehen unter Druck. Mit gesunkenem Schlachtschweinepreis und hohen Futterkosten habe sich auch in dieser Sparte die Wirtschaftlichkeit in den vergangenen Wochen kontinuierlich verschlechtert.

Ein weiteres ungelöstes Problem ist laut Wahl die Ferkelkastration. Zum 1. Januar 2019 tritt ein Verbot der betäubungslosen Ferkelkastration in Kraft. Neuerungen im Rahmen dieses Tierschutzgesetzes sind des Weiteren eine Verpflichtung zur betrieblichen Eigenkontrolle oder die Umsetzung der Vorgaben der EU-Versuchtierrichtlinie. "Nach langem Hin und Her besteht nun wenigstens Planungssicherheit für die Schweinehalter", so Wahl.

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