Viele Projekte auf der Liste

Das Kommunalparlament von Rot am See erledigte jetzt den Feinschliff für den Haushalt 2013. Bei den Investitionen stehen etliche Projekte auf der Liste, die allerdings nicht ohne neue Schulden machbar sind.

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Eine Erweiterung des Baugebietes "Taubenrot" in Rot am See (links) steht heuer ebenfalls auf der Projekt-Liste der Gemeinde - mitsamt dem Bau einer Linksabbiegespur auf die Landesstraße bei Musdorf (Bildmitte). Foto: Peer Hahn

Auf 211 Seiten hat Kämmerer Martin Zanzinger den Finanz-Fahrplan für das Jahr 2013 berechnet: Rot am See wirtschaftet heuer mit einem Etat von insgesamt 16 Millionen Euro - das sind 10,3 Prozent mehr als im Vorjahr.

Der Verwaltungshaushalt für den laufenden Betrieb, die Personalkosten und den Unterhalt der kommunalen Infrastruktur hat ein Volumen von 12,4 Millionen Euro (plus 5 Prozent). Um stolze 29,6 Prozent höher als im Vorjahr 2012 fällt der Vermögenshaushalt aus: 3,5 Millionen Euro für Investitionen sind hier bei einer Zuführungsrate von 1,3 Millionen Euro vorgesehen.

Größter "Brocken" auf der Projekt-Liste ist heuer die Sanierung der Goethe-, Uhland und Hohebuchstraße in Rot am See mit rund 608 000 Euro. 550 000 Euro werden in den Bau eines neuen Kunstrasenplatzes im "Stadion" von Rot am See gesteckt, die Planung stellte Diplom-Ingenieur Jürgen Haas vom Büro "Plankonzept" aus Brackenheim vor.

Der Anschluss von Hegenau an die Kläranlage schlägt mit 502 000 Euro zu Buche und falls sich neue Firmen im Gewerbegebiet "Rot am See-Süd" an der B 290 niederlassen, sind 380 000 Euro für die weitere Erschließung vorgesehen. Die Sanierung in Brettenfeld geht weiter (300 000 Euro), vergrößert wird das Baugebiet "Taubenrot" in Rot am See (336 000 Euro) mitsamt einer neuen Linksabbiegespur (209 000 Euro) auf die Landesstraße 1040 bei Musdorf. Und mit 382 000 Euro für ein Leerrohr mitsamt Glasfaserkabel soll vom Netzknoten in Michelbach/Lücke aus die lahme Internet-Verbindung in Reubach, Kleinansbach und Hausen am Bach deutlich beschleunigt werden.

Auf der Haben-Seite kann die Gemeinde Rot am See mit den Einnahmen aus der Gewerbesteuer (1,2 Millionen Euro), Grundsteuer (565 000 Euro), dem kommunalen Anteil an der Einkommensteuer (circa 1,8 Millionen Euro) und den Schlüsselzuweisungen des Landes (2,1 Millionen Euro) rechnen. Andererseits greifen der kommunale Finanzausgleich (1 Million Euro) und die Kreisumlage (1,6 Millionen Euro) in die Kasse der Kommune. Die Gemeinde nimmt zur Finanzierung ihrer Projekte 450 000 Euro an neuen Schulden auf, wobei gleichzeitig 145 000 Euro getilgt werden. Damit klettert der Schuldenstand von Rot am See zum Jahresende 2013 von bisher 2,1 auf rund 2,4 Millionen Euro. Rein rechnerisch steht dann jeder Einwohner mit 466 Euro in der Kreide.

Die Neuverschuldung hielt Bürgermeister Siegfried Gröner für "angemessen angesichts des Schuldenabbaues und den riesigen Investitionen in den letzten Jahren". Auch wenn sie ihm absolut nicht "schmeckten", hielt auch Gemeinderat Ernst Keitel die neuen Kredite "wohl für unumgänglich".

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