Viel Zuversicht auf dem Neujahrsempfang der Schrozberger SPD

Selbstbewusst geht die SPD ins Wahljahr 2014. Das unterstrichen auf dem Neujahrsempfang der Schrozberger SPD sowohl Kultusminister Andreas Stoch als auch die Europaabgeordnete Evelyne Gebhardt.

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Die Vorzüge der Hohenloher Ebene lernte Kultusminister Andreas Stoch am Sonntag kennen. Als er in seiner Heimatstadt Heidenheim losfuhr, sah er vor lauter Nebel kaum die Hand vor Augen, in Schrozberg wurde er von Sonnenstrahlen empfangen. Die seien wohl auch der Grund dafür, dass die Menschen in Hohenlohe "ein paar Grad fröhlicher" seien als anderswo, nutzte der redegewandte Gast sogleich die Gelegenheit für ein Kompliment.

Wie schafft es ein kleiner SPD-Ortsverein, einen derzeit so vielbeschäftigten Minister und SPD-Hoffnungsträger nach Schrozberg zu lotsen? Ganz einfach: Frank Weiß, Armin Bönisch und Erich Wollmershäuser, das umtriebige SPD-Trio in Stadt und Gemeinderat, fragten den Minister gleich nach Amtsantritt, ob er als Gastredner zum Neujahrsempfang kommt. Der Kabinettsneuling hatte damals noch Lücken im Terminkalender - heute gehört er zu den profiliertesten Mitgliedern der Landesregierung.

Kein Wunder also, dass der Kultursaal im Schrozberger Schloss am Sonntag aus allen Nähten platzte. Viele Menschen waren auch gekommen, um Stochs Ausführungen zur Schulreform zu hören (ausführlicher Bericht folgt am Dienstag). Doch zuvor freuten sich die Sozialdemokraten über ihre Renaissance in Land und Bund. Seit 2011 regieren sie wieder in Baden-Württemberg mit, seit ein paar Wochen auch wieder in Berlin.

Ab 2016 soll rot-grüne Landesregierung amtieren

Dass die Rolle des Juniorpartners gerade in Baden-Württemberg nicht die Lieblingsrolle der Sozialdemokraten ist, verdeutlichte die Europaabgeordnete Evelyne Gebhardt. Ihre Zielvorgabe: Ab 2016 amtiert eine rot-grüne Landesregierung. Aber auch in Europa sei es Zeit für mehr Sozialdemokratie, unterstrich die Abgeordnete. Auch Minister Stoch und sein hiesiger Landtagskollege Nikolaos Sakellariou würden sich über eine Landesregierung unter SPD-Führung freuen, schließlich, so Stoch, sei die Sozialdemokratie die politische Kraft, "die alle Menschen am Wohlstand teilhaben lassen will". Der Minister betonte: "Jemand, der 40 Stunden arbeitet, muss davon leben können und darf auch keine Angst vor Altersarmut haben." Stoch ging mit dieser Aussage auf einen Appell des Schrozberger SPD-Ortsvereinsvorsitzenden Weiß ein, der Leistungsgerechtigkeit angemahnt hatte. Er verwies auf die Gastronomie, wo viel und hart gearbeitet wird, aber oft nur Hungerlöhne bezahlt würden.

Seinen Besuch in Schrozberg wird der Minister nicht so schnell vergessen - auch des schweren Geschenkes wegen. Armin Bönisch vom SPD-Ortsverein überreichte ihm einen Hohenloher Feuerstein für seinen Schreibtisch mit den Worten: "Dieser Stein ist wie der Schrozberger - von außen unscheinbar, aber innen drin. . ."

KOMMENTAR: Das Zeug zu mehr

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