Viel mehr als Honig

"More Than Honey" ist der Titel des Dokumentarfilms von Markus Imhoof. Ab morgen läuft er achtmal im Kino Klappe. Er befasst sich mit dem Bienensterben und mit den Geschäften rund um den Honig.

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Die Besonderheit: Zum Film gibt es Begleit-Aktionen. Am 18. Januar wird ein Menü mit Honig gekocht, am 23. Januar stellt Rosemarie Bort aus Öhringen Produkte aus dem Bienenstock vor, die heilkundlich verwendet werden. Und am 25. Januar sind Imker aus der Region anwesend, um mit dem Publikum zu diskutieren.

Erich Rothfuß, Vorsitzender des Bezirksimkervereins Gerabronn, will auf die Problematik des Themas aufmerksam machen. Gezeigt wird nämlich, dass die Bestäubungsleistung der Bienen durch nichts zu ersetzen ist und das Leben aller davon abhängt.

Schon der Großvater des Regisseurs Imhoof hatte mit Bienen zu tun: Als Chef einer Obstkonservenfabrik war er nicht nur Obstbauer, sondern auch Imker, denn wer Obst will, braucht Bienen. Ohne Honigbienen gibt es keine Bestäubung und ohne Bestäubung gibt es kein Obst. Das Kind lernte vom Großvater, wie wichtig die Bienen für die Menschen und die Natur sind.

Aus den Honigbienen wurde eine Tierart in der Krise. Es geht ihnen nicht gut. Weltweit sterben sie, und niemand weiß warum. Markus Imhoof wagt sich an ein kompliziertes Thema, das diesmal auch ihn selbst und seine Familiengeschichte betrifft. Er versucht das Rätsel um das Bienensterben zu lösen. Dafür reiste er um die Welt und untersuchte das Verhältnis zwischen Bienen und Menschen. Er traf auf rücksichtslose Geschäftemacher ebenso wie auf unermüdliche Traditionalisten. Die Zusammenhänge zwischen dem Missbrauch der Natur durch den Menschen und den Folgen werden deutlich: In China sind Honigbienen in einigen Regionen bereits ausgestorben - hier werden Obstbäume von Hand bestäubt. Markus Imhoof reiste mit einer Pollenhändlerin mit und zeigt, wie aufwendig es ist, wenn der Mensch die Arbeit der Bienen übernimmt.

In Österreich züchtet eine freundliche Dame gemeinsam mit ihrer Tochter aus besonders fleißigen und sanftmütigen Bienenvölkern brave Königinnen, die sie samt Hofstaat per Post in alle Welt verschickt. Das ist dringend notwendig, denn der Bedarf an Bienen ist riesengroß. Millionen von Bienen müssen auf Obstplantagen rund um den Globus für die Befruchtung giftverseuchter Blüten sorgen.

Der Blick mit der Makrokamera in den Bienenstock enthüllt einen Staatsapparat, in dem alles aufeinander abgestimmt funktioniert. Kleinste Störungen bringen das Wunderwerk an Organisation und Zusammenarbeit durcheinander.

Info Die Filmvorführungen in der "Klappe" in Kirchberg beginnen am 17., 18., 20. und 23. Januar jeweils um 20.30 Uhr sowie am Samstag, 19. Januar um 22.45 Uhr.

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