Veterinäramt: Salmonellenkeim in Eier-Nudeln

Bei dem mikrobiologischen Befund, den die Lebensmittelkontrolleure in Nudeln zweier bäuerlicher Erzeuger festgestellt haben, handelt es sich um Spuren von Salmonellen. Das bestätigte die Behörde gestern.

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Die Lebensmittelkontrolleure hatten in einer Nudelpackung geringe Spuren von Salmonellenbakterien gefunden.  Foto: 

Auch wenn die Spuren sehr gering waren: Es handelt sich um einen Salmonellenkeim. Das bestätigte das Amt für Veterinärwesen und Verbraucherschutz des Landkreises gestern auf Nachfrage. Am Dienstag hatten zwei bäuerliche Familien, die selbstgemachte Nudeln vertreiben, per Anzeige rund 500 Packungen Suppen- und breite Nudeln aus einem Produktionszyklus zurückgerufen (wir berichteten). "Beide Erzeuger wollten auf Nummer sicher gehen und die Kunden warnen", erklärt der stellvertretende Amtsleiter Dr. Thomas Pfisterer den Vorgang. "Wir haben alles getan, was möglich war", sagt einer der Erzeuger.

Die Lebensmittelkontrolleure hatten in einer Nudelpackung geringe Spuren von Salmonellenbakterien gefunden. Dies verpflichte die Behörde zum Handeln, weil die Möglichkeit bestehe, das der Verbraucher geschädigt werden könnte, so Pfisterer. Salmonellen können zu starkem Durchfall führen. Die Keime stammen sehr wahrscheinlich aus rohen Eiern, die für die Herstellung von Nudeln verwendet werden. Es sei damit zu rechnen, dass es in rohen Eiern Salmonellen gibt, erklärt der Amtsveterinär. Grundsätzlich seien Eiernudeln unbedenklich. "Wenn man sie mindestens zehn Minuten lang gut kocht, werden alle Keime abgetötet." Die Behörde hatte den Rückruf am Dienstag lediglich mit einem "mikrobiologischen Befund" begründet. Damit sollte der Verbraucherschutz sichergestellt werden, ohne den Bauernfamilien zu schaden, erklärt das Landratsamt. Angesichts der geringen Konzentration sei die Möglichkeit einer Gesundheitsgefährdung ohnehin "sehr, sehr gering", Pfisterer.

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