Verbraucher begegnen Erzeugern Slow Food Messe in Stuttgart: Bis Sonntag Markt des guten Geschmacks

Ahle Wurscht aus Nordhessen, Burger Brezeln aus dem Bergischen Land und Hohenloher Pomarbo aus Unterregenbach: Die Slow Food Messe in Stuttgart ist ein Schaufenster regionaler Kulinaria.

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"Slow Food ist ein Thema, das den Zeitgeist trifft", sagte Roland Bleinroth, Geschäftsführer der Messe Stuttgart, zur Eröffnung am Donnerstagnachmittag. Die Besucherschlangen, die sich durch die Stände der Messehalle fünf winden, bestätigen die Einschätzung. Noch bis Sonntag präsentieren rund 400 regionale Produzenten sich und ihre Produkte auf der Messe Stuttgart.

Verbraucher begegnen Erzeugern: "Der Markt des guten Geschmacks", wie die Veranstaltung betitelt ist, hat sich zum Renner entwickelt. Monika Schlund, die den Stand der Tourismusgemeinschaft Hohenlohe betreut, ist begeistert vom Zuspruch. "Mindestens die Hälfte der Besucher sind sehr an Slow Food interessiert, eine Klientel, die Interesse an intensiven Gesprächen hat." Prospekte, Karten und anderes Informationsmaterial seien sehr nachgefragt.

Das gilt vor allem aber für die (teils kostenlosen) Versucherle, die angeboten werden. Dicht umlagert ist beispielsweise der Stand vom Brunnenhof aus Künzelsau-Mäusdorf, an dem kleine Häppchen mit Gänseschmalz oder Geflügelleberwurst zu haben sind.

Hans-Jörg Wilhelm aus Langenburg-Unterregenbach schenkt für zwei Euro das Glas Hohenloher Pyrus, Cidro de Hohenlohe und Hohenloher Pomarbo aus. Wilhelm, nach eigener Aussage einziger biozertifizierter Getränkehersteller seiner Art in Deutschland, ist das dritte Mal auf der Slow Food vertreten. Eigens für die Messe hat er 200 Flaschen Quittenschaumwein produziert - "Apfelquitte, die wächst auf der Steillage im Kochertal", klärt er die Besucher auf, die fachkundig ein Glas verkosten.

Auf der anderen Seite des Conviniums Convivium Mainfranken Hohenlohe - so heißen die regionalen Ableger der vor 20 Jahren in Deutschland gegründeten Slow-Food-Bewegung - kredenzt Bernulf Schlauch Hohenloher Holunderzauber. "Wenns ned schmeckt, zahle Sie ned", lockt das bärtige Original eine Interessierte. Doch ihr schmeckts, ja, sie kauft noch eine Flasche für zuhause ein.

Einen Gang weiter präsentiert sich neben der dicht belagerten Crailsheimer Biermanufaktur Engel die Bäuerliche Erzeugergemeinschaft aus Wolpertshausen. Kleine Kostproben locken die Feinschmecker, die später mit den grünen Tüten, gefüllt mit Wurstdosen, weiterziehen. Die Schwäbisch-Hällischen sind wohl auch dank des Standes in der Stuttgarter Markthalle in der Landeshauptstadt längst eine Marke.

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