Uttenhofen auf 600 Seiten

Mit dem neuen Heimatbuch von Uttenhofen ist die Geschichte Rosengartens weiter aufgearbeitet worden. Auf 600 Seiten präsentieren sich zehn Fachbereiche mit Texten, Bildern und einem Anhang.

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Nach dem Häuserbuch Uttenhofen, das vor drei Jahren erschienen ist, soll nun in Rosengarten das Heimatbuch veröffentlicht - von Rieden und Westheim gibt es bereits ein solches. Zahlreiche Autoren bereichern die Ausgabe. Das Buch soll im März veröffentlicht werden.

Das Buch beginnt mit der Entstehungsgeschichte im Naturraum, aufgearbeitet von Thomas Schmidt. Es folgt die vornapoleonische Zeit, aus dem hällischen Amt, bearbeitet von Andreas Maisch, Leiter des Haller Stadtarchives. Es gibt zehn Themenbereiche: Verwaltung und Politik, Verkehr und Infrastruktur, Bevölkerung und Wirtschaft, Soziales Leben, Gesundheitswesen, Kirche und Schule, Kultur und Freizeit, 25 Jahre Kommunalpolitik. Im Anhang werden alte Raibacher Häuser vorgestellt.

Verantwortlich für den Inhalt sind Ulrike Marski und Dr. Christoph Bittel. "Als wir 2008 anfingen zu schreiben", berichtet Marski, "merkten wir, es wird mehr Text". Sehr umfangreich waren die Berichte der Vereine. "Sie stellen sich selbst dar. Es sind viele interessante Beiträge, die wollten wir nicht zwangsweise kürzen", sagt Dr. Christoph Bittel. Die Vereine umfassen nun 70 gedruckte Seiten. Insgesamt gibt es 600 Seiten, 350 waren 2008 geplant.

"Neu ist für mich, wie unterschiedlich die Entwicklung der vier Ortschaften verlaufen ist", erklärt Marski. Wilhelmsglück hat sich erst 1824 entwickelt; Tullau war der einzige Ort mit Mühle, Kirche und Schloss; Uttenhofen war schon eine relativ große Gemeinde und Raibach nutzte Hall für Verkauf der bäuerlichen Produkte.

Viele Autoren aus den Teilorten kommen in dem Buch zu Wort. Hans Wieland aus Uttenhofen schreibt über den Liederkranz Uttenhofen, berichtet wann es das erste Telefon in Uttenhofen gab, schildert das dramatische Schicksal von Flüchtlingen.

Dr. Werner Kurz, Tullau, informiert über die Nutzung der Wasserkraft in Tullau ab 1900. Schwerpunkt ist Gründung des Elektrizitätswerks sowie die Stromversorgung für Tullau und umliegende Gemeinden. Er zeigt die Entwicklung der Pappenfabrik auf. Außerdem berichtet er über das Kriegsende 1945 in Tullau. Regina Ott gehört zum Landfrauenvorstand Raibach. Von dort kam die Anregung, mit den Raibacher Urgesteinen Interviews zu führen. Ott befragte zwei 90Jährige. Es gelang ihr, weitere Autoren zu gewinnen. Dazu gehört Friedrich Laidig, gebürtiger Raibacher, der bei Hannover lebt. Das Buch hat äußerst vielgestaltige Beiträge und bunte Anekdoten. Die Kommunalpolitik von Jürgen König sei flott zu lesen, betont Bittel. Sie strahle über den Ort hinaus. "Ich habe Anekdoten und schöne Bilder eingebracht", sagt König.

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