Übergang erleichtern

Die Hermann-Merz-Schule und der Spezialmaschinenhersteller Bausch+Ströbel arbeiten schon seit vielen Jahren in Schul- und Ausbildungsfragen zusammen. Beide Partner habe dazu eine Vereinbarung unterschrieben.

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Schulleiter Norbert Reinauer und Thorsten Bullinger, Bereichsleiter Recht, Finanzen, Verwaltung, unterzeichnen die Kooperationsvereinbarung. Hinten stehen Personalleiterin Gabriele Rohn, Personalreferentin Kathrin Kranz, Ausbilder für mechanische Berufe Robert Strecker und Udo Müller, Fachbereichsleiter Berufsorientierung an der Realschule. Foto: Tanja Bullinger

Den Startschuss machte 2012 ein technisches Projekt, an dem drei Schülerinnen der Hermann-Merz-Schule teilnahmen. Zusammen mit Azubis bauten sie eine Maschine, die Kugeln farblich sortieren kann. Sie lernten verschiedene Aufgabenbereiche wie Zeichnen, Fräsen, Bohren und Programmieren kennen.

"Solche Projekte, die thematisch deutlich tiefer gehen als ein gewöhnliches Praktikum, werden wir künftig regelmäßig anbieten", erklärt Personalleiterin Gabriele Rohn. Schulleiter Norbert Reinauer ergänzt: "Uns ist es wichtig, unsere Schüler beim Übergang von der Schule ins Berufsleben so gut wie möglich zu unterstützen."

Dazu gehöre auch, dass die Jugendlichen entsprechend ihrer Interessen und Fähigkeiten vieles direkt an Ort und Stelle ausprobieren dürften. Besonders im Fokus stehen bei der Zusammenarbeit Mädchen, da diese in technischen Berufen unterrepräsentiert sind. "Zu Unrecht", wie Ausbilder Robert Strecker betont, hat er doch mit seinen weiblichen Auszubildenden durchweg positive Erfahrungen gemacht. Die Vereinbarung hat fünf Bausteine:

Baustein eins beinhaltet eine organisierte Führung für Schüler der 8. Klasse Werkrealschule und der 9. Klasse Realschule. Wer teilnimmt, entscheidet sich nach der Kompetenzanalyse Profil AC.

Im Baustein zwei können ausgewählte Schüler danach an einem technischen Projekt teilnehmen.

In Baustein drei werden weitere Praktika angeboten.

Mit Baustein vier unterstützt Bausch+Ströbel die Schule aktiv bei Bewerbungstrainings in der Klasse 8 der Werkrealschule. Damit verbunden ist auch eine Information darüber, welche Fähigkeiten die Bewerber für bestimmte Berufe mitbringen sollten. Udo Müller, Fachbereichsleiter für Berufsorientierung an der Realschule: "Bei einigen Schülern gibt es einen Motivationsschub, wenn Firmenvertreter erklären, für was einzelne Noten wichtig sind. Da ist bei einigen noch viel Potenzial".

Baustein fünf ist die Mitwirkung an der Berufsorientierungsmesse der Schule. Dabei sollen auch die Projekte präsentiert werden, die die Schüler in den Praktika erarbeitet haben. Die Vereinbarung bedeutet nicht, dass beide Partner künftig auf andere Kooperationen verzichten, heißt es in der Pressemitteilung von Bausch+Ströbel. "Regelmäßig arbeiten wir mit 30 bis 40 Betrieben mehr oder weniger eng zusammen", betont Norbert Reinauer. Auch Bausch+Ströbel hat Kontakte zu zahlreichen anderen Schulen.

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