Turbulenzen im Wellnesshotel

Damit hatte niemand gerechnet: Die Stephan-Keck-Halle war am Samstagabend proppenvoll. Mit dem Theaterabend hatte der Liederkranz Sulzbach am Kocher einen richtigen Volltreffer gelandet.

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  • Schließlich hatte Putzfrau Elli alias Irina Schwab, die einige Jahre lang in Sulzbach-Laufen zu Hause war, doch noch den angebeteten Hotelgast Richard Schneidermann am Wickel - allerdings mit Hexenschuss. Fotos: Brigitte Hofmann 1/2
    Schließlich hatte Putzfrau Elli alias Irina Schwab, die einige Jahre lang in Sulzbach-Laufen zu Hause war, doch noch den angebeteten Hotelgast Richard Schneidermann am Wickel - allerdings mit Hexenschuss. Fotos: Brigitte Hofmann
  • Auf der Bühne immer müde, doch in den Pausen war Hausmeister Hans (Markus Blinkle in einer Doppelrolle) hellwach und unterhielt die Gäste in den Reihen. 2/2
    Auf der Bühne immer müde, doch in den Pausen war Hausmeister Hans (Markus Blinkle in einer Doppelrolle) hellwach und unterhielt die Gäste in den Reihen.
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Zwischen Heilbronn und Öhringen ist die Laienspielgruppe "Kunstdinger" aus dem Bretzfelder Teilort Dimbach längst kein Geheimtipp mehr. Nach ihrem Auftritt in der Stephan-Keck-Halle in Sulzbach-Laufen hat sie jetzt auch im oberen Kochertal eine Fangemeinde.

Hervorgegangen aus dem Sportverein, beglückt das Ensemble sein Publikum nicht nur bei den eigenen Jahresfeiern, sondern auch bei Theaterabenden in der Umgebung. Der Kontakt kam durch Ensemble-Mitglied Irina Schwab zustande, die vor Jahren für einige Jahre in Sulzbach lebte und immer noch Bekanntschaften pflegt. Schnell waren an diesem Abend weitere Freundschaften zwischen Dimbach und Sulzbach geknüpft.

O la la - welch "Grand Malheur" spielte sich da auf der Bühne ab. Drunter und drüber ging es im Kur- und Wellnesshotel "Faltenburg". Putzfrau Elli Taler (Irina Schwab) war stets auf der Jagd nach einem Bräutigam und geriet immer in Wut, wenn jemand über den frisch geputzten Boden tappte. Der Hoteldirektor war ein Lump, der nach Frauen grabschte und Geld in die eigene Tasche steckte. Der Hausmeister nutzte gern die Ruhe zwischen den Vesperpausen, und der Vater der neuen Controllerin war hinter den Hotelgästen Eva und Klara her. Schließlich verliebte sich die Tochter des smarten Frauenhelden in den Sohn von Klara, der zufällig auch Masseur war. Denn der von allen Frauen heiß geliebte Masseur Georg machte sich - o la la - mit Friseur und Kosmetiker Jean-Pierre auf und davon.

Knapp zwei Stunden reine Spielzeit - schon das war eine Meisterleistung. Egal ob Fitnesstrainerin, Hausmeister oder die überaus sparsame Witwe Klara, die den Nachtclub aufgemischt hatte, sie alle füllten mit Elan und Spielwitz ihre Rollen aus. Immer wieder erhielt die resolute Putzfrau mit dem eigentümlichen Akzent in der Stimme Applaus auf offener Szene. Auch der Frauenheld und der Hausmeister, ja eigentlich alle.

Schauspieler, Regisseur und Organisator Gerd Wieland hat eine tolle Truppe zusammen, die sich was traut und aus sich rausgeht. Stellvertretend genannt sei Jean-Pierre alias Wolfgang Pilhartz, der mit seinem Halbfranzösisch und in vollendeter Gestik den schwulen Friseur mimte.

Johann Moll bedankte sich im Namen des Liederkranzes Sulzbach - und man versprach sich ein Wiedersehen.

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