Teurere Bestattungen

Die Gemeinde Ilshofen wird ihre Bestattungsgebühren erhöhen. Dies hat der Gemeinderat in seiner Sitzung am Freitag mehrheitlich beschlossen. Er passte auch noch die Friedhofssatzung an.

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Die Anzahl von Urnengräbern legt auch auf dem Ilshofener Friedhof zu. Der Gemeinderat hat entschieden, die Friedhofsgebühren anzuheben. Foto: Ufuk Arslan

Die Friedhofsgebühr ist ein sensibles Thema, denn über den Preis zum Beispiel eines Kindergrabes redet keiner gern. Entsprechend betreten - und dem Anlass angemessen - waren die Mienen der Räte bei der jüngsten Sitzung des Ilshofener Gemeinderats. Betreten waren sie aber auch aus einem anderen Grund: Weil die Gemeinde die Bestattungsgebühren schon seit gut zehn Jahren nicht angehoben hat, wird es jetzt Steigerungen geben, "die teilweise weh tun", bedauerte der Ilshofener Bürgermeister Roland Wurmthaler. "Wir haben vielleicht zu lang mit der Erhöhung gewartet."

Doch eine Neukalkulation sei nötig, schon deswegen, weil sich das Bestattungsverhalten geändert habe, erläuterte Stadtkämmerer Martin Ott. Es gebe zum Beispiel heute deutlich mehr Urnenbestattungen. Mittlerweile werden sogar Urnen-Doppelgräber nachgefragt, was früher kaum der Fall war.

Seit mehreren Jahren hatten Gemeinderatsmitglieder eine Anpassung der Gebühren angemahnt, dadurch bekam Ilshofen im Verlauf der Jahre immer günstigere Bestattungsgebühren im Vergleich zu den anderen Gemeinden im Landkreis. Die bestatten im Schnitt mit einem Kostendeckungsgrad von 61 Prozent. Ilshofen kam 2013 gerade mal auf 43 Prozent.

Stadtkämmerer Ott erläuterte den Räten die Kalkulation. Dabei ging es um Kostendeckungen, Gewichtungen und um Steigerungsraten. Letztlich beschlossen wurde folgendes: Insgesamt hebt die Gemeinde die Gebühren auf einen Kostendeckungsgrad von 45 Prozent moderat an.

Weil aber auch die Systematik geändert wird, steigen die Preise dennoch drastisch: Während früher die Gräber bezogen auf ihre Größe berechnet wurden, werde nun der "Bestattungsfall" mit einbezogen. Der Gebührenunterschied zwischen Urnen- und "normalen" Gräbern verringert sich also.

Ein Reihengrab für Erwachsene wird danach also 1070 Euro kosten (bislang: 690 Euro), ein Wahl-Doppelgrab steigt von 1980 auf 2470 Euro, ein Urnengrab von 250 auf 840 Euro.

Der Gemeinderat beschloss außerdem, das Thema "Bestattungsgebühren" in drei Jahren wieder auf die Tagesordnung zu heben.

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