Teure Therapie in Indien

Neun junge Leute haben beim Abschlussball in Bühlertann 300 Euro eingenommen. Das Geld spendeten sie Jutta Schenk, die an einer seltenen Nervenkrankheit leidet. Es kamen weitere Spenden dazu.

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Bei der Spendenübergabe (von links): Stefan Weiss, Manuel Wagner, Martin Müller, Markus Grau, Andrea Hermann, Bürgermeister Michael Dambacher, Sascha Hermann, Jutta Schenk, Katrin Schirle (Bäckerei), Birgit Bahle (Blumenlädle) und Monika Schenk. Es fehlen: Martina und Florian Deininger, Andreas Müller, Corinna Tischler und Günther Greiner (Gasthof Stern). Foto: Sigrid Bauer

Die Idee, das Geld Jutta Schenk aus Geiselrot bei Rosenberg zu überlassen, hatte Andrea Hermann. Deren Sohn Sascha half beim Bewirten der Gäste beim Abschlussball der Tanzschule Hiller in der Bühlertalhalle mit.

Die Bühlertannerin stammt aus Geiselrot und war vom Schicksal der 20-jährigen Jutta Schenk erschüttert. Sie leidet unter einer seltenen Nervenerkrankung. Die Schulmedizin hatte sie bereits aufgegeben. Umso größere Hoffnung setzte die Erkrankte auf eine spezielle Therapie in Indien, die aber für ihre Eltern unerschwinglich ist. 45000 Dollar soll die achtwöchige Behandlung kosten.

Für die neun jungen Erwachsenen aus Bühlertann und Umgebung war sofort klar, dass sie Jutta Schenk helfen wollen. Für 180 Leute haben sie in der Küche der Bühlertalhalle Schnitzel gebraten, Pommes frittiert, Salatteller angerichtet und Weckle belegt. "Da waren wir schon ein paar Stunden beschäftigt: von fünf Uhr nachmittags bis nachts halb drei. Bis alles aufgeräumt, die Küche geputzt und die Halle abgestuhlt war", erinnert sich Markus Grau aus Bühlerzell. Knapp 300 Euro haben sie erwirtschaftet. Zusätzliche Spenden von Andrea Hermann, dem Landgasthof Stern, der Bäckerei Schirle, dem Blumenlädle Bahle und Bürgermeister Michael Dambacher haben den Betrag auf 600 Euro verdoppelt.

Zur Scheckübergabe vor der Bühlertalhalle sind fast alle Beteiligten gekommen, auch die Hauptperson Jutta Schenk mit ihrer Mutter. Erst vor kurzem ist sie aus Indien zurückgekehrt. Die Therapie scheint angeschlagen zu haben: Es geht ihr so gut wie schon lange nicht mehr und sie strahlt vor Zuversicht, aber auch aus Freude über die Hilfsbereitschaft in Bühlertann.

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