Taubenmarkt in Wiesenbach punktet mit enormer Vielfalt

Wiesenbach präsentierte sich am Wochenende von seiner bestmöglichen Seite und zeigte Einheimischen und Gästen beim traditionellen Taubenmarkt, was es zu bieten hat: Attraktionen und Köstlichkeiten.

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Zwei Brieftauben stiegen am Samstagvormittag in den Himmel und machten sich auf den Heimflug nach Heiligenbronn, wo sie mit ihren Artgenossen im Taubenschlag von Willi Ströbel leben. Damit war die 68. Auflage des Marktes eröffnet.

Der Züchter selbst hatte es nicht so eilig, nach Hause zu kommen. "Ich gehe schon seit fast 60 Jahren zum Taubenmarkt. Und ich komme jedes Jahr wieder gern her", erzählte der 73-Jährige. Seine Faszination für die Tauben, die der Rentner seit 1955 züchtet, begann vor vielen Jahren genau hier: in Wiesenbach.

Auch in diesem Jahr wechselten wieder einige Tauben den Besitzer. Doch die meisten Hühner, Enten, Kaninchen und Tauben, die die Mitglieder des Kleintierzüchtervereins Blaufelden aus alter Tradition zum Marktauftakt ausstellten, wurden vor allem bewundert.

Affen sind nicht erlaubt

Ortsvorsteher Manfred Glemser erinnerte mit einer kurzweiligen Rede an die Anfänge des Taubenmarktes im Jahr 1947. In einer Verordnung des Landratsamtes stand damals, dass zwar Hunde, Tauben, Hasen, Fasane und sonstige Kleintiere auf dem Markt angeboten werden dürften, jedoch keine Papageien und Affen.

"Deshalb haben wir die Mitnahme von Affen auf Getränkewerkstatt, Hüttle, SCW-Vereinsheim, Lötholzhalle und Feuerwehrgerätehaus beschränkt", sagte Glemser mit einem Augenzwinkern und lud die Gäste damit an genau diese Orte, um keine Attraktion des kulinarisch-kulturellen Treibens zu verpassen. Denn geboten wurde wieder so einiges: angefangen vom Fußballturnier mit Metzelsuppe, über den musikalisch-lyrischen Abend mit dem Insinger Dichter Fritz Klingler oder den vom Bauernverband organisierten landwirtschaftlichen Fachvortrag über Ausstellungen, Märkte und Garagenflohmärkte bis hin zum verkaufsoffenen Sonntag. Das ganze Angebot des Dorfes schaffte nur, wer sich an den Rat des Ortsvorstehers hielt: "Nur wenn ihr früher kommt und später geht, ihr Wiesenbachs Taubenmarkt-Vielfalt seht."

Hisst die Taubenmarktfahne

Diesem Motto schlossen sich sowohl die Wiesenbacher selbst als auch die angereisten Gäste gern an. Die Einheimischen teilten das Jahr bereits in zwei Saisons ein, stellte Manfred Glemser fest: nämlich in Taubenmarktzeit und in Vortaubenmarktzeit. "Einzelne sind sogar schon dabei, das ganze Jahr die Taubenmarktfahne gehisst zu lassen - und damit das ganze Jahr für taubenmarktreif zu halten", so Manfred Glemser. "Solch gelebter Begeisterung für Dorf und Fest zolle ich Anerkennung."

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