Taschengeld für Arme geopfert

Die Schüler der Klasse 5A der Hermann-Merz-Schule in Ilshofen wollen Kindern in armen Ländern

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Die Schüler der Klasse 5A aus Ilshofen entwickeln im Religionsunterricht eigene Ideen, wie sie Kinder in Afrika unterstützen können. Privatfoto

helfen. Sie starten eine Spendenaktion.

Die Motivation zu der Spendenaktion bekamen die 25 Kinder durch eine Religionseinheit, in der Klassenlehrerin Janina Szutta das Thema "Kinder in anderen Ländern" mit den zehn- und elfjährigen Schülern behandelte. Die Klassenlehrerin Szutta berichtet: "Nach der Unterrichtsstunde kamen die Kinder von alleine auf mich zu und haben vorgeschlagen, Geld für arme Kinder zu sammeln und zu spenden. Dass Kinder in anderen Kontinenten und Ländern unter viel schlechteren Bedingungen leben, hat die Schüler sehr berührt und sie wollten helfen."

Die Kinder selbst hatten sich in der folgenden Woche über verschiedene Hilfsprojekte informiert - demokratisch wurden zwei Projekte ausgesucht: Zum einen hat die Klasse eine Patenschaft für ein Mädchen aus dem afrikanischen Guinea-Bissau übernommen. Zusätzlich dazu spenden die Schüler an die "Aktion Deutschland hilft". Diese Hilfsorganisation ist ein Zusammenschluss großer Organisationen.

Die Klasse entschied sich dazu, durch vier verschiedene Spendenaktionen Geld für ihre Hilfsprojekte zu sammeln. Die Spenden für die "Aktion Deutschland hilft" sammelten sie bei einer Straßenspende-Aktion in Ilshofen und Vellberg ein. Dazu gingen die Schüler in Ilshofen und Vellberg von Haustüre zu Haustüre und versuchten die Bürger von ihrem Engagement und ihrer Idee zu überzeugen. Mit Erfolg - immerhin 480 Euro konnten sie so an die Hilfsorganisation spenden.

Um den monatlichen Beitrag für ihre Kinder-Patenschaft zu stemmen, spendet jedes Kind zwei Euro seines eigenen Taschengeldes. Zusätzlich verkauften die Kinder an acht Tagen selbstgebackenen Kuchen in der Schule und brachten so weitere 360 Euro für das Patenkind in Afrika ein.

Lehrerin Janina Szutta bilanziert: "Besonders fasziniert hat mich der persönliche Einsatz der Kinder für das Patenkind in Afrika. Für die Schüler war es kein Problem, selbst auf etwas zu verzichten und ihr eigenes Taschengeld für ein fremdes Kind zu spenden."

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