Tanzteam "Blue Step Angels" freut sich über neue Nachwuchsgruppe

Wenn die "Blue Step Angels" (blaue Step-Engel) über die Bühne wirbeln, gibt es für die Zuschauer immer viel zu hören - oder für die Zuhörer viel zu sehen. Die Choreografien und die Musik entführen nach Irland.

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Die "Blue Step Angels" des SSV Stimpfach: die Minis (vorne von links) Anica Kranz, Kathrin Pröllochs, Monique Frank, Alexandra Opferkuch, Franziska Frank, Jule Brenner und Lea Henninger sowie die Großen (hinten von links) Aileen Köder, Violetta Mjekici, Ariane Hald, Larissa Köder, Annalena Safradin und Nina Hofmann in typischer Aufstellung.  Foto: 

Wenn es mit dem Nachwuchs nicht klappen will, dann klappern verzweifelte Ehepaare unzählige Ärzte ab, Firmen auf der Suche nach Auszubildenden die Jobbörsen und Arbeitsämter und Fußballvereine die benachbarten Sportklubs. Auch die "Blue Step Angels" des SSV Stimpfach hatten Schwierigkeiten, neue Tänzerinnen zu finden. Bis sie am Fasching 2012 auftraten und dort von einigen Mädchen mit großen Augen, offenen Mündern und gespitzten Ohren bestaunt wurden. Auf einmal war es vorbei mit den Nachwuchsproblemen - weil Klappern hier zum Handwerk, besser gesagt zum Schuhwerk gehört. Das Geräusch habe ihr so gut gefallen, verrät Kathrin Pröllochs, "und die schönen Kleider". Also wollte sie mit sechs weiteren Mädchen im Alter von jetzt zehn bis elf Jahren diese faszinierenden Tänze ebenfalls lernen. Seit Ostern 2012 gibt es nun eine Miniausgabe der steppenden Engel, die ab Sommer auch für Auftritte gebucht werden kann.

Zweimal deutscher Meister mit irischen Stepptänzerinnen aus Stimpfbach

Nina Hofmann (18), die mit den irischen Stepptänzerinnen aus Stimpfach zweimal deutscher Meister geworden ist, übernahm das Training der jungen Truppe, das bald noch besser wird: In Kürze erhält jeder kleine Engel sein eigenes Paar Hartschuhe. Die eine Hälfte bezahlt der Verein, die andere muss jedes Kind selber beisteuern. Momentan üben die Minis der "Blue Step Angels" noch mit einfachen Turnschläppchen. Die Zehenballen und die Waden schmerzen derzeit deshalb noch mehr als bei dieser Art des Tanzes eh schon üblich.

Vor allem, wenn es gilt, sich auf einen Auftritt vorzubereiten, fließt viel Schweiß. Zusätzlich zum regulären Training einmal pro Woche schiebt die Jugend- und Erwachsenengruppe dann Extraschichten - auch weil mittwochs nicht mehr alle Zeit haben, seit die Tänzerinnen Ausbildungen oder Studien fern der Heimat begonnen haben. "Die Gruppe zerfällt langsam, aber wir kämpfen dafür, dass sie bestehen bleibt", sagt Nina Hofmann. Schließlich ist der irische Stepptanz über die Jahre hinweg für viele blaue Engel längst mehr als das wichtigste Hobby geworden.

Aber nicht nur bei manchen Tänzerinnen hat das Interesse - notgedrungen - nachgelassen, die "Blue Step Angels" werden auch nicht mehr so häufig gebucht wie früher. Es habe eine Zeit gegeben, "da waren wir fast jedes Wochenende unterwegs", erinnert sich Ariane Hald (18), die aufgrund ihres Studiums nur noch selten trainiert. Jetzt beschränke sich das Ganze auf zwei bis drei Auftritte im Jahr - wie zuletzt beim Sportjugendevent des Sportjugendkreises Schwäbisch Hall. Trotzdem lieben alle Engel ihren irischen Stepptanz. "Das Tolle ist, dass wir einen Sport machen, den nicht jeder kennt und nicht jeder macht", sagt Larissa Köder (19).

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