Tag der offenen Tür ist auch stets ein Türöffner

Wenn sich die Frage der Einschulung stellt, das Kind aber noch nicht reif genug ist für den Regelbetrieb, sind Eltern häufig überfordert mit der Frage "Was nun?". Die Fröbelschule gibt Antworten.

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Wer diesen Turm aus Bauklötzen zerstören wollte, konnte dies gegen eine kleine Spende an den Förderverein tun. Foto: Daniela Röhling

Am Wochenende lud die etablierte Institution zum Tag der offenen Tür. Die Zurückstellung, bisher oft klassische Antwort auf die offenen Fragen von Eltern, sei keine gute Idee, versichert Schulleiter Klaus Hahnle. Seit zwei Jahren bietet die Fröbelschule in Satteldorf eine "Orientierungsklasse" als Alternative an. Die Vorteile lägen auf der Hand, so Hahnle: Kinder mit Entwicklungsverzögerungen und Lernschwierigkeiten benötigen spezielle Hilfestellung und Anreize. Nach einem Jahr sei oft sogar der Wechsel in die Regelschule denkbar, erklärt der Pädagoge.

Der Tag der offenen Tür sei ein wichtiger Bestandteil der Öffentlichkeitsarbeit, denn für Eltern benachteiligter Kinder sei der erste Schritt zur "Sondereinrichtung" immer noch eine große Hürde. Betroffene Familien haben viele Enttäuschungen hinter sich, weiß der Fachmann aus Erfahrung. "Zerplatzte Träume, Wünsche und vergebliche Erwartungen liegen oftmals auf dem langen Weg, der Eltern zu uns führt", sagt Hahnle. Ist dieser Schritt aber getan, werde vielen Eltern klar, dass ihre Kinder vielfältige Fähigkeiten haben und diese nicht nur auf der Verliererseite stehen.

Wie diese gelungene Lebensführung aussehen kann, wird dem Besucher eine Etage weiter oben vorgeführt: "Café Klatsch" nennt sich das Projekt der Pädagogin Edith Krauß. Jugendliche zwischen 17 und 18 Jahren lernen hier das nötige Handwerkszeug für alles, was sie im späteren Leben erwartet: Lerninhalte umsetzen, soziale Kontakte pflegen und Selbstbestimmung. Jeden Dienstag hat das Café von 13 bis 15 Uhr geöffnet. Die Organisation obliegt ganz den Schülern, von der Herstellung der Kuchen bis hin zur Bestellungsannahme und Bedienung. Etwas langsamer tickt hier die Uhr als in der freien Wirtschaft, doch das Ergebnis stimmt: zufriedene Besucher und eine Atmosphäre zum Wohlfühlen.

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