Strukturwandel immer schneller

Walter Markert, bis vor Kurzem Chef der LBV Raiffeisen in Schrozberg, sieht die 100 Jahre alte Warengenossenschaft gut gerüstet für die Zukunft - auch wenn die Herausforderungen mit sich bringt.

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  • Sie wurden für 50- und 40-jährige Mitgliedschaft bei der LBV Raiffeisen geehrt: Friedrich Emmert, Erwin Rothmer, Ernst Friedrich, Hans Stahl, Gunter Wolfmeyer, Heinz Weckert, Wilfried Kraft, Karl-Heinz Bauer, Paul Renner, Gerhard Dietrich, Hans Rutsch, Hermann Lehnert - und die Gemeinde Blaufelden; links Vorstandsvorsitzender Rudolf Herrmann und Geschäftsführer Wilhelm Thierauch. Foto: Harthan 1/2
    Sie wurden für 50- und 40-jährige Mitgliedschaft bei der LBV Raiffeisen geehrt: Friedrich Emmert, Erwin Rothmer, Ernst Friedrich, Hans Stahl, Gunter Wolfmeyer, Heinz Weckert, Wilfried Kraft, Karl-Heinz Bauer, Paul Renner, Gerhard Dietrich, Hans Rutsch, Hermann Lehnert - und die Gemeinde Blaufelden; links Vorstandsvorsitzender Rudolf Herrmann und Geschäftsführer Wilhelm Thierauch. Foto: Harthan
  • Macht sich keine Sorgen um die LBV: Walter Markert Foto: Harthan 2/2
    Macht sich keine Sorgen um die LBV: Walter Markert Foto: Harthan
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Wenn ein Vorstandsvorsitzender seinen letzten Rechenschaftsbericht vorträgt, ist das nicht nur Anlass für Rückblicke, sondern auch ein guter Zeitpunkt, nach vorne zu schauen. Getan hat das kürzlich Walter Markert, der neun Jahre lang an der Spitze der Landwirtschaftlichen Bezugs- und Verwertungsgenossenschaft stand.

Markert ist mit Leib und Seele Landwirt und setzt sich trotzdem keine rosa Brille auf, wenn er seinen Berufsstand betrachtet. Ganz nüchtern resümierte er auf der jüngsten Generalversammlung der inzwischen 100 Jahre alten Genossenschaft: "Der Strukturwandel in der Landwirtschaft wird in den nächsten Jahren rasant weitergehen." Die Geschwindigkeit dieses Wandels werde sogar noch zunehmen, prophezeite er.

Auch für Hohenlohe hat das erhebliche Auswirkungen. Markert geht davon aus, dass in den nächsten zehn Jahren 30 bis 40 Prozent der jetzigen Betriebe aufgeben. Für die LBV heißt das laut Markert: "Im Einzugsgebiet verbleiben dann noch 300 bis 350 Voll- und Nebenerwerbslandwirte." Das hat natürlich auch Auswirkungen auf die Genossenschaft. Die Mitgliederstruktur werde sich verändern, die Mitgliederzahl ebenso zurückgehen wie die Anzahl der Geschäftsanteile und die Höhe des Eigenkapitals.

Markert verbreitete bei seinem letzten Auftritt als Vorstandsvorsitzender trotz all dieser Herausforderungen Optimismus. Die LBV habe sich in ihrer langen Geschichte schon öfters auf Veränderungen einstellen müssen und das sei ihr bislang stets gut gelungen. Auch wenn der Bezug zur Landwirtschaft immer wichtig für die LBV bleiben werde, stehe die einst als Getreideverkaufsgenossenschaft gegründete LBV längst auf mehreren Füßen. Als Beispiel nannte er die Bäckerei (das HT berichtete) und die Märkte an jeweils mehreren Standorten. Die LBV sei längst ein leistungsfähiger Rundumversorger für die Menschen in Hohenlohe, der alles biete, was man fürs tägliche Leben braucht. Deshalb, so Markert, mache er sich keine Sorgen um die Zukunft der LBV.

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