Strom aus der Biogasanlage

Eine kurze, heftige Debatte ging der Entscheidung voraus, und die fiel knapp aus. Familie Jäger will in Uhlbach eine Biogasanlage bauen.

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Holsteins und Legehennen liefern auf dem Uhlbachhof den Grundstoff für die Biogasanlage. Archivfoto

18 Hektar Mais oder Grünfläche braucht er für den Betrieb der Biogasanlage, hat Gerhard Hägele überschlagen. Der Sulzbach-Laufener Gemeinderat fragte nach Gülleverträgen, hinterfragte die Entsorgung von Gülleresten. Und überhaupt, die angedachte Größe von 400 bis 500 kw findet er übertrieben. Der Jahresbedarf von 9000 Tonnen Material müsse Richtung Uhlbach bewegt werden. Wegen des Maisanbaus werden Wildschäden zunehmen, die Pachtpreise würden angeheizt. "Alles wird für Unmut sorgen", befürchtet Gerhard Hägele, der in Schönbronn einen Hof betreibt. Willi Wild und Wolfgang Hägele waren um Deeskalation bemüht, verwiesen auf die rechtlichen Grundlagen. "Wir sind fürs Baurecht zuständig und nicht für irgendwelche anderen Dinge."

Seit zwei Jahren, erzählte Ricardo Jäger, "machen wir uns Gedanken um die Stromversorgung bei uns, für den Eigenverbrauch, für die Kühlung der Milch und die Wärmenutzung für die Legehennen." Das getrocknete Material aus der Biogasanlage möchte er als Einstreu verwenden. Die Biogasanlage im Uhlbach möchte er zu 80 Prozent mit Gülle und Mist aus dem eigenen Stall und der benachbarter Landwirte fahren. "Wir treten nicht auf dem Pachtmarkt auf". Sein Ziel ist es, die Anlage zu 100 Prozent mit Mist zu fahren. Und das Gärsubstrat, das sei hochwertiger Dünger.

Die Anlage, so Bürgermeister Bock, werde das Landschaftsbild nicht beeinträchtigen. Sie liegt direkt am Hof. Dort will Rebecca Jäger ein Wohnhaus bauen, denn auch sie arbeitet bereits im Betrieb mit. Und die Scheune soll als Gastraum umgenutzt werden. Zu diesen beiden Bausachen fand sich im Gremium dann doch eine sehr deutliche Mehrheit.

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