Streunender Fuchs sorgt für Aufregung in Kupferzell

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Streunender Fuchs sorgt für Aufregung in Kupferzell

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Kupferzell - Rudolf Kammerer will seinen Augen nicht glauben. In der Garage neben seinem Haus in Kupferzell sitzt tatsächlich am hellen Tag ein Fuchs. Der Kupferzeller versucht das Tier, mit lauten Geräuschen und einem Stock zu vertreiben, doch der Vierbeiner verbarrikadiert sich nur noch tiefer in der Garage, berichtet Kammerer.

Auch in Gemeinderat Peter Lemkes Garten hat er vorbeigeschaut. "Ich habe das Tier zunächst nur aus dem Augenwinkel gesehen, weil ich mit dem Abladen meines Anhängers beschäftigt war. Zuerst dachte ich, es ist eine Katze", sagt Lemke. Er sei sehr verwundert gewesen.

Inzwischen sind manche Kupferzeller beunruhigt. "Kann ich meine Enkel im Kinderwagen noch mit gutem Gewissen im Garten stehen lassen?", fragt sich ein Dorfbewohner. Auch in Feßbach ist das Tier schon aufgekreuzt, berichtet Jürgen Maurer, der dort wohnt.

Dr. Martin Hartmann vom Veterinäramt des Landratsamts in Künzelsau weiß, warum Füchse immer häufiger in Ortschaften auftauchen. "Müll und Abfälle in den Dörfern sind wie ein gedeckter Tisch für die Tiere. Sie werden immer zutraulicher."

So sieht der Fuchs aus, der die Kupferzeller und Feßbacher besucht. Leserfoto: Rudolf Kammerer Allerdings sieht Hartmann keine großen Alarmzeichen, da der letzte Tollwut-Fall im Hohenlohekreis im Jahr 1992 aufgetreten sei. Von Tieren, die sich merkwürdig verhalten, nehmen wir Proben und diese sind alle negativ ausgefallen, berichtet der Tierarzt. "Außerdem sind die Füchse nicht aggressiv. Es ist noch nicht vorgekommen, dass sie jemand ohne Grund angegriffen haben."

Dennoch hat Hartmann ein paar Verhaltenstipps für Menschen, die den Fuchs treffen. "Man sollte ihn auf keinen Fall angreifen, sondern sich zurückziehen und ihm den Weg freigeben."

Wer Hasen, Hühner oder andere Kleintiere hält, sollte diese nachts sicher hinter einem Gitter einsperren. Wenn man keine Essensreste auf den Kompost wirft, bietet man weniger Anreiz, dass das Tier das Grundstück besucht. Dafür zu sorgen, dass das Tier im Wald bleibt oder sich ein anderes Revier sucht, sei dagegen schwierig.

Jäger Jürgen Maurer ist schon öfters auf den Fuchs angesprochen worden. Manche Menschen stellen sich vor, dass er ihn im Dorf erschießen dürfe. Doch da es sich innerhalb der Ortschaften um befriedete Bezirke handle, ist das verboten. Darüber hinaus dürfen vom 1. März bis zum 15. Juni Füchse nicht gejagt werden. Während dieser Schonzeit ziehen sie ihre Jungen groß.

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