Streit um Schnitt schwelt weiter

In die Debatte um den Baumschnitt im Windpark Kirchberg hat sich jetzt auch das Umweltzentrum in Schwäbisch Hall eingeschaltet. Die Geschäftsführer des Windparks weisen dessen Vorwürfe zurück.

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    Um den Baumschnitt an den Zufahrten im Windpark bei Kirchberg ist ein heftiger Streit entbrannt. Foto: 
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Für den Transport der gigantischen Turmsegmente und Rotoren zu den acht Standorten der Windräder an der Autobahn 6 muss Platz an den Zufahrtswegen geschaffen werden. Zumindest in diesem Punkt sind sich alle Beteiligten einig. Auf welche Weise aber für ein ausreichendes Lichtraumprofil gesorgt wurde - darüber gehen die Meinungen weit auseinander.

Neben Ortsvorsteher Bernhard Röder aus Lendsiedel kritisiert jetzt auch Martin Zorzi den Baumschnitt vor allem entlang der tangierten Feldwege: In einem mitsamt Fotodokumentation elfseitigen Schreiben an die Umweltmeldestelle der Landesregierung beklagt der Leiter des Umweltzentrums in Schwäbisch Hall, dass über 100 Bäume "in einer extrem unsensiblen Weise zurechtgestutzt" worden seien.

Zorzi befürchtet, dass "ein Großteil der Bäume bleibende Schäden" zum Beispiel durch Fäulnis und Wundkrankheiten davontragen werde und viele der Obstbäume "nach Jahren des Dahinvegetierens absterben oder die für den Naturhaushalt gewünschte Weiterentwicklung nicht mehr beschreiten".

Martin Zorzi mutmaßt, dass in punkto Freischneiden vom "Bauherrn im Rahmen der Planfeststellung keine genaueren Angaben mehr eingefordert wurden und keine konkreteren Vorgaben mehr angeordnet wurden" , wie er es sich schon bei der frühen Vorprüfung zur Umweltverträglichkeit des Projektes gewünscht hätte, damit aber nicht durchgedrungen sei.

Ralf Stier und Siegfried Thurau, Geschäftsführer der Windpark Kirchberg GmbH & Co. KG, weisen dagegen darauf hin, dass bei der Genehmigung des Windparks sehr wohl Vorgaben zum Umgang mit den Bäumen gemacht wurden.

Details zu einzelnen Maßnahmen "ergeben sich allerdings erst im Bauablauf". Die Genehmigung sei jedenfalls mit der Auflage verbunden gewesen, einen unabhängigen Experten als Umweltbaubegleiter zu bestellen, "mit dem alle Maßnahmen auch zu Bäumen und Feldgehölzen nach persönlichen Begehungen im Detail abgesprochen, protokolliert und dem Landratsamt (Untere Naturschutzbehörde) vorgelegt werden, bevor mit der Umsetzung begonnen wird". Dies sei auch beim Baum- und Gehölzschnitt an den Wegen im Windpark so durchgeführt worden.

"Selbstverständlich", so die beiden Geschäftsführer, habe man sich an diese Auflagen gehalten. Eine im Einzelfall "eventuell notwendige Nachbearbeitung" der Bäume werde in Abstimmung mit dem Landratsamt und der Stadt Kirchberg durchgeführt.

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