Straße nicht auf Platz 1

Die ramponierte Landesstraße 1042 von Ilshofen nach Hörlebach rangiert beim Ministerium nicht auf den vordersten Plätzen der Liste dringender Projekte. Dennoch wird "dringender Handlungsbedarf" erkannt.

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Die Unglücks-Landesstraße 1042 zwischen Ilshofen und Hörlebach: Nach der Massenkarambolage auf der A6 diente sie als Umleitungssstrecke, was die Bankette völlig ramponierte. Seither ist nur noch Tempo 30 erlaubt. Foto: Marc Weigert

Seit der letzten Erhebung habe sich der Zustand der Bundes- und Landesstraßen im Land weiter verschlechtert, berichtete Verkehrsminister Winfried Hermann gestern. In der Landespressekonferenz in Stuttgart stellte er seine Sanierungsstrategie vor. Die Unglücksstraße L1042 von Ilshofen nach Hörlebach, deren Zustand schon seit Jahren Anlass zu Diskussionen gibt, zähle in einer Dringlichkeitsliste nicht zu den dringendsten Sanierungsprojekten im Land, heißt es in einer E-Mail des persönlichen Referenten der Staatssekretärin Gisela Splett an den Grünen-Fraktionsvorsitzenden im Kreistag, Hans-Joachim Feuchter. Und das, obwohl der Zustand der Straße sich in Folge der Massenkarambolage auf der Autobahn 6 am 19. Februar noch einmal verschlechtert hat. Seinerzeit rollte der Umleitungsverkehr über die L1042 und ruinierte sie vollends.

Wie das zustande kommt, erklärte der Referent so: Der Zustand der Landesstraßen sei bereits im Jahr 2012 erfasst worden. Seinerzeit sei die L1042 "nicht auf den vordersten Rängen" gelandet. "Die akute Verschlechterung des Straßenzustands seit 2012 ist daher in unsere Auswertung logischerweise nicht eingeflossen", schreibt er, "gleichwohl besteht dringender Handlungsbedarf bei der L 1042". Die gestern vorgestellte Strategie sei wichtig zur Orientierung "und für bedarfsgerechte Mittelzuweisung an die Regierungspräsidien".

Es solle stets so einfach wie möglich saniert werden, hieß es gestern in Stuttgart: "Es muss nicht immer first class sein." Bei der Erhaltung der Landesstraßen spiele die Verkehrssicherheit eine wichtige Rolle. Spletts Referent verspricht: "Die L1042 soll daher dieses Jahr saniert werden." In Aussicht gestellt wird eine Belagsanierung. Wegen der schmalen Trassierung seien zudem Seitenmarkierungen und Geschwindigkeitsbegrenzungen notwendig.

Ein Datum zu nennen, sei noch gar nicht möglich, betont Feuchter. Dennoch seien die Grünen im Kreis "sehr zufrieden mit der jetzt ganz konkreten Aussage des Verkehrsministeriums. Es gibt nun endlich eine reale Perspektive für diesen gefährlichen Straßenabschnitt."

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