Stimpfach hat im vergangenen Jahr von den starken Niederschlägen profitiert

Viel Regen bringt der Gemeinde Stimpfach viel Segen, denn dann sprudeln die Quellen, und es muss weniger Fremdwasser gekauft werden, was wiederum seinen Niederschlag in den Gebühren findet.

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Im vergangenen Jahr sprudelte das Wasser in reichen Mengen - ob am Brunnen der Nordostwasserversorgung in Crailsheim oder in den Quellen der Gemeinde Stimpfach. Foto: NOW

Weil es 2013 "schön gleichmäßig übers Jahr verteilt geregnet hat", wie Bürgermeister Matthias Strobel in der jüngsten Gemeinderatssitzung formulierte, konnten auch die gemeindeeigenen Quellen voll genutzt werden. Das war nicht immer so. Ganz im Gegenteil: "Wir hatten die Befürchtung, dass die Quellen komplett versacken werden", so Hauptamtsleiter Wilhelm Hanselmann. Umso mehr freute er sich über die starken Niederschläge, "auf die unsere Oberflächenquellen ziemlich anfällig reagieren" und darüber, "dass wir den Wasserpreis halten können". Derzeit werden pro Kubikmeter 2,79 Euro erhoben.

Die Quellschüttungen haben sich 2013 erholt, wird in der Sitzungsvorlage für den Gemeinderat festgestellt. Der Anteil des Quellwassers am Wasserverbrauch liegt 2013 bei 84 Prozent, im Jahr 2012 lag der Anteil lediglich bei 36 und 2011 bei 55 Prozent. Die Niederschlagsmenge in Crailsheim betrug im abgelaufenen Jahr 935 Liter pro Quadratmeter. Dieser Wert liegt deutlich über der Jahresdurchschnittsmenge Deutschlands mit 788 und über der von 2012 mit 847 Litern. Hinzu kommt, dass die Niederschläge entgegen den Vorjahren auch in den Sommermonaten ausreichend gefallen sind, schreibt die Verwaltung. Führten in den letzten beiden Jahren die trockenen Sommer hauptsächlich zu drastischen Einbrüchen bei den Quellschüttungen, sorgen die Niederschläge 2013 für eine deutliche Steigerung der Quellschüttungen. Diese sind im Vergleich zum Vorjahr um das 6,5fache auf 107.517 Kubikmeter gestiegen (Vorjahr 43.106 Kubikmeter).

Kräftig gestiegen sind hauptsächlich die Stimpfacher Quellen (Obere Hainequelle, Untere Hainequelle II, Hermansbergquelle III und IV, Mittelbrück-Quelle und Kalter Brunnen V). Im Vergleich zu 2012 hat die Quellschüttung hier um das 6,5-fache/+54.889 Kubikmeter zugenommen und im Vergleich zu 2011 um das 1,3-fache/+35.768 auf 63.325 Kubikmeter. Die Quelle Gerbertshofen hat zwar ebenfalls in der Quellschüttung zugelegt, jedoch nicht so extrem. Die Blindhofquelle ist im Vergleich zum Vorjahr leicht zurückgegangen, bleibt im Mittelwert jedoch die stabilste Quelle.

Nur fünf Rohrbrüche in 2013

Weniger Rohrbrüche mit geringeren Wasserverlusten unterstützen das gute Ergebnis, stellt die Verwaltung fest. Waren es 2012 noch elf Rohrbrüche, mussten 2013 lediglich fünf Rohrbrüche behoben werden.

Die Wasserverbrauchsmenge, die nicht über die Quellen abgedeckt wird, muss zugekauft werden. Hierfür sind im Haushalt 2013 75.000 Euro veranschlagt worden. Dank der erhöhten Niederschläge im Vergleich zum Vorjahr musste weniger Fremdwasser zugekauft werden. Die Jahresrechnung 2013 weist mit 63 903 Euro daher eine Mittelunterschreitung von 11.096 Euro aus, was den Gebührenhaushalt etwas entlastet.

Insgesamt gesehen ist der Wasserverbrauch in Stimpfach wiederum gestiegen. Der Wasserverbrauch betrug im vergangenen Jahr 126.955 Kubikmeter (Vorjahr 119.053 Kubikmeter).

Frühere Erhebungen weisen einen Sanierungsbedarf der Quellen von rund 300.000 Euro aus. "Die meisten Quellen liegen leider schlecht zugänglich, was die Sanierung wesentlich erschwert und verteuert", heißt es in der Vorlage. Der finanziellen Situation der Gemeinde geschuldet, sei die Sanierung bisher immer geschoben und deswegen auch 2014 keine Mittel eingestellt worden.

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