Steuer- und abgasfrei

Einen Aktionstag rund um Elektrofahrzeuge gab es gestern in Wolpertshausen, koordiniert von Gemeinde, Energiezentrum und Bäuerlicher Erzeugergemeinschaft sowie den Stadtwerken Hall und Crailsheim.

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    So einfach lässt sich der Akku eines kleinen Elektro-Autos wieder aufladen. Nutzer vermissen aber noch ein dichtes Netz von Schnellladestationen. Fotos: Christian Rieger
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Vom Smart bis zum Tesla, vom E-Bike bis zum selbstständig rollenden Skateboard reichte die bunte Palette fahrbarer Untersätzen, die am Sonntag auf dem Parkplatz des Regionalmarkts ausgestellt waren. Alle mit dem gemeinsamen Vorteil, dass sie zum Auftanken einfach an die nächste Steckdose gehängt werden können.

Für manche auch ein Nachteil, denn viele Autofahrer vermissen noch die Infrastruktur mit einem dichten Netz von Schnellladestationen, damit das Elektrofahrzeug jederzeit wieder aufgeladen werden kann. Josef Rettenmeier aus Stimpfach sieht die Politik in der Pflicht: "Infrastruktur und Fördermittel sollten bereit gestellt werden." Er selbst konnte als einer von zwölf teilnehmenden Händlern interessante Gespräche mit Besuchern führen.

Heinz Kastenholz vom Energiezentrum Wolpertshausen, der Organisator des Aktionstags, freute sich über die 25 "durchweg alltagstauglichen Fahrzeuge, die hier vorgestellt werden". Vor allem bei den Reichweiten um die 150 Kilometer sieht er einen großen Fortschritt. "Wenn die Leute im Schnitt 33 Kilometer am Tag fahren, reicht das sogar mehrere Tage."

Oft umringt und mehrfach auf Probefahrt war der erste rein elektrische Golf, der zwei Wochen vor seiner Premiere von Wolfsburg nach Wolpertshausen gerollt war. Am Steuer Katharina Kienle, die bei VW im Außendienst für alternative Antriebe zuständig ist. Christof Herzog vom Autohaus Koch in Hall war stolz, das 115 PS starke Fahrzeug schon jetzt vorstellen zu können. "Sie können es an jede reguläre Haushaltssteckdose anschließen", erklärte er den Zuhörern, "das dauert dann 13 Stunden bis der Akku ganz voll ist".

Fixer geht es mit der Schnellladestation, die beim Renault Zoe gleich mitgeliefert wird und in nur einer Stunde die Batterien im Fahrzeugboden auflädt. "Dann schaffen Sie locker 150 bis 160 Kilometer, die Tankfüllung kostet gerade mal 3,40 Euro", rechnet Roland Stoll vom Autohaus Hohenlohe in Crailsheim vor. "Und steuerfrei fährt man außerdem, weil das Auto kein CO2 ausstößt".

Ob Audi, Opel oder Tesla, allen gemeinsam ist der freie Kofferraum mit reichlich Zulademöglichkeit seit die Batterien der Elektrofahrzeuge nicht mehr dort, sondern unterm Fußraum verstaut werden. "Da passen sogar in den Smart noch zwei Schalenkoffer", versichert Yasemin Göktas vom Smartcenter Schwäbisch Hall und Aalen. Nach einer 45-minütigen Pause an der Ladestation kommt ihr Kleinwagen wieder 140 Kilometer weit, versichert sie, "und das für gerade mal 2,50 Euro".

Mit auf dem Parkplatz stehen auch die drei Elektrofahrzeuge der Gemeinde Wolpertshausen, denen vielleicht bald ein viertes folgt. Der Elektroroller für Bauhof und Botengänge hat bereits 12000 Kilometer auf dem Zähler. Daneben gibt es ein Moped vom Energiezentrum und einen neuen Renault Kangoo, die unter den neugierigen Besuchern beliebt sind und stets mit Solarstrom aufgeladen werden.

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