Sterneköche der Melodienküche

Eine Genussveranstaltung der musikalischen Art kredenzten die Instrumentalgruppen des Musikvereins Fichtenberg ihren Gästen. Sie begeisterten beim gut besuchten Frühjahrskonzert am Sonntagabend.

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Dass der Magen allein von tönenden Leckerbissen nicht satt wird, auch dagegen hatte der Musikverein Fichtenberg, der den Gästen mit seinem Frühjahrskonzert einmal mehr einen musikalischen Leckerbissen bot, ein Rezept. Vor Beginn, während der Pause und nach dem Konzert bediente sich das Publikum an reichhaltigen Häppchenbüfetts und ließ sich von lockenden Cocktails verführen. Da wunderte sich keiner mehr im Saal, als die Alphornbläser die Sonne erwachen ließen und dazu mit einer Polka einen Enzian ausgaben.

Sie "arbeiten" noch als Lehrlinge in der Musikküche, die sieben Jungspunde der Bläserklasse. Unaufgeregt und überzeugend präsentierten sie das Programm nach "Laune des Chefs" Mark Pöthig, ohne dass ihnen die Puste ausging. Zur harmonischen Vorspeise bevölkerte die Jugendkapelle die mit Frühlingsblumen dekorierte Bühne und führte mit einem bunten Melodienmenü durch die Welt der Blasmusik. "Küchenchef" Uwe Traub sorgte dafür, dass die Noten schön sämig ins Ohr glitten und nicht anbrannten. Seine Küchenassistentin Janina Schramm führte Regie bei der Ansage der Menüfolge ihrer Schützlinge.

Keinesfalls abgehoben, eher gestanden, spielte Jungmusiker Luis Schock das Tenorhornsolo zu "Ufo" und Kathrin Korff brillierte mit ihrem Saxophonsolo beim "Spider Rag".

Die respektable musikalische Qualität der Jungbläsertruppe machte nicht Halt vor einer Herausforderung der Stammkapelle und überließ es einem begeisterten Publikum, selbst zu entscheiden, wer von beiden Kapellen das Arrangement zu "Tribute von Panem" besser drauf hat. Der Vergleich konnte erst angestellt werden, nachdem die Nachwuchsformation das poppige "Rolling in the Deep" der Sängerin Adele vorgetragen und die Zugabe "Tage wie diese" unbeschwert und mit Leichtigkeit vorgetragen hatte.

Der Hauptgang des musikalischen Menüs wurde von der Stammkapelle aufgetischt. Auch hier erwies sich Uwe Traub als kreativer Chef in der Musikküche. Leckere Tapas, anregender Kaffee, schmackhafte Cream und nicht zuletzt betörende hochprozentige Rhythmen der Karibik ließen keine Wünsche offen. Für letztere war "Oberkellner" Werner Pöthig zuständig. Originell ausgestattet mit Serviertuch und Bestellkladde führte er humorvoll - eben nach Kellnerart - durch das Programm.

Spanische Leidenschaft - mal gefühlvoll, mal mit feurigem Temperament setzte das große Orchester die Ohrwürmer der "Tapas de Cocina" in einer viersätzigen Suite vom Pasadoble bis zur aufreizenden Malaguena in raumfüllenden Klang um. Für ein echtes Musikschmankerl sorgte Maya Pfitzer mit ihrem Solo für Kaffeetasse in der "Coffee Serenade". Lächelnd führte sie vor, wie auch mit Kaffeetasse und Kaffeelöffel Musik gemacht werden kann.

Das Arrangement aus bekannten Clapton-Songs setzte der Programmfolge das Sahnehäubchen auf und sorgte mit "Latin Gold" für rhythmisches Salz in der Melodienküche, das dem Publikum leicht ins Blut und in die Beine ging.

Kein Konzert ohne klassischen Konzertmarsch, dachte sich der einfallsreiche Dirigent. Mit "Marche de Medici" traf er erneut den breiten Geschmack des entflammten Publikums, das er anschließend mit der Polka "Kannst Du Knödel kochen?" in die Musikküche zurückführte und zum Ausklang eines rundum gelungenen Konzertabends an das Büfett und den Ausschank in der Halle entließ.

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