Stephan Zerrer will nach Frankenhardt

Es ist sein zweiter Anlauf in Sachen Bürgermeister, aber schließlich handelt es sich dabei um Stephan Zerrers Traumberuf. Der Betriebswirt legt großen Wert auf den direkten Kontakt zu den Bürgern.

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  • Diplom-Betriebswirt Stephan Zerrer schätzt ein aktives Gemeindeleben und will alles dafür tun, dass dies in Frankenhardt erhalten bleibt. Foto: Kerstin Schellhorn 1/2
    Diplom-Betriebswirt Stephan Zerrer schätzt ein aktives Gemeindeleben und will alles dafür tun, dass dies in Frankenhardt erhalten bleibt. Foto: Kerstin Schellhorn
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"Der persönliche Kontakt zu den Menschen ist das A und O", sagt Stephan Zerrer aus Hummelsweiler, der sich als vierter Kandidat für das Bürgermeisteramt in Frankenhardt beworben hat. Aus diesem Grund hat er in den zwei Wochen vor der Wahl am 7. April Urlaub genommen, um in Frankenhardt Hausbesuche abzustatten. "Ich stelle mich kurz vor und beantworte die Fragen der Menschen oder stelle selbst welche", erklärt der 34-jährige Diplom-Betriebswirt. Auf diese Weise erfahre er auch ganz persönliche Anliegen der Bürger, wie etwa ein störendes Schlagloch auf der Straße, die vor der eigenen Haustür verläuft.

Zerrer hatte sich bereits 2010 um das Bürgermeisteramt in Bühlertann beworben, dort aber gegen Michael Dambacher verloren. Die Hausbesuche hat er damals schon gemacht und nach eigener Aussage positive Erfahrungen gesammelt. Und für den begeisterten Fußballer stand fest: "Wenn ich es noch mal versuche, dann in Frankenhardt." Über seine Honhardter Großeltern kam er zum Verein FC Honhardt, wo er Fußball spielte und sich später in der Jugendarbeit engagierte.

Seitdem ist Bürgermeister sein Traumberuf und der jetzt scheidende Schulz Willi Karle sein Vorbild. Von ihm habe er gelernt, dass man Dinge kontinuierlich vorantreiben muss, wenn man etwas erreichen will. Beispiel Landesstraßen: "Die Straße zwischen Gründelhardt und Markertshofen ist in einem katastrophalen Zustand", hält Zerrer fest. "Da das Sache des Landes ist, hilft uns nur eins: beim Regierungspräsidium in Stuttgart nachhaken, bohren, dranbleiben."

"Dranbleiben" scheint Zerrers Wahlmotto zu sein, denn dranbleiben will er auch an der Erhaltung der Infrastruktur: Die Nahwärmeversorgung soll ausgebaut werden, um unabhängiger von fremden Versorgern zu werden. Man dürfe den innerörtlichen Straßenbau nicht vernachlässigen und man müsse das Breitband-Kabelnetz erweitern, beispielsweise in Oberspeltach. "Denn das Internet bedeutet inzwischen für viele auch ein Stück Lebensqualität", erklärt Zerrer.

Der Hummelsweiler will aber auch Bürgermeister von Frankenhardt werden, weil ihm ein pulsierendes Gemeindeleben und bürgerliches Engagement wichtig sind. "Was durch ein gemeinschaftliches Handeln möglich ist, hat sich ja bei der Kaltsporthalle gezeigt", sagt er.

Dem Thema Windkraft steht Zerrer jedoch eher kritisch gegenüber. Grundsätzlich sei er natürlich für erneuerbare Energien, aber nicht auf Kosten der Natur. "Windparks sollten möglichst großflächig angelegt sein, um sich finanziell zu rechnen. In Frankenhardt wird das schwierig, wenn man in die Natur nicht zu sehr eingreifen will, gerade auch im ,Gewann Schäfer."

Warum er der Richtige für Frankenhardt ist? "Weil ich die Gemeinde kenne, ein offenes Ohr für jeden habe und Entscheidungen treffen kann."

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