Stagnation am Arbeitsmarkt Agentur: Quote bleibt bei 3,1 Prozent

Die Zahl der Arbeitslosen in der Region ist auch im April nahezu unverändert geblieben. Normalerweise sinkt die Zahl im Frühjahr. Dies sei diesmal ausgeblieben, stellt die Haller Arbeitsagentur überrascht fest.

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"Ein bisschen überrascht" war der Leiter der Haller Arbeitsagentur, Guido Rebstock, als er gestern den Arbeitsmarktreport für den Monat April vorstellte. "Ich hatte eigentlich damit gerechnet, dass die Zahlen im April zurückgehen." Dies ist nicht eingetreten. War die Zahl der Arbeitslosen von Februar auf März noch um 364 Personen zurückgegangen, so nahm sie von März auf April wieder leicht zu, und zwar um 64 Personen. Warum, das wissen die Arbeitsmarktexperten auch nicht. Die Entwicklung nach dem Stichtag der statistischen Erhebung (15. April) zeige, dass sich dies auch im Mai kaum ändern wird, berichtet Rebstock.

Grund zur Besorgnis gebe es allerdings nicht, betont der Agenturleiter. Er sehe "keine Krisenwolken am Horizont" und glaubt, dass die Arbeitslosenquote im Bezirk der Haller Arbeitsagentur (Kreise Hall und Hohenlohe) bis zum Sommer wieder auf 2,8 Prozent abnimmt. Dieser Wert war zuletzt im Herbst erreicht worden. Derzeit verzeichnet die Agentur, dass die Betriebe eher verhalten neue Stellen melden. Dies sei eine bundesweit zu beobachtende Entwicklung. Die Bundesagentur in Nürnberg habe vorgestern mitgeteilt, bei der Zahl neuer Stellen sei der Zenit inzwischen erreicht.

Zu beobachten sei dies nun im Bezirk der Haller Agentur, erklärt Rebstock, während in anderen Bezirken etwas mehr freie Stellen zu verzeichnen gewesen seien und deshalb die Zahl der Arbeitslosen im April leicht zurückgegangen ist. Bei einer stagnierenden Quote um drei Prozent sprächen die Arbeitsmarktexperten von einer "Sockelarbeitslosigkeit".

Die vielen Portugiesen, die sich neuerdings in Schwäbisch Hall um Arbeitsplätze bewerben, weil die Stadt um sie geworben hat, flössen nicht in die Statistik ein, betont Rebstock. Rund 50 Portugiesen betreut die Agentur derzeit, etwa 15 seien bereits vermittelt worden.

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