Stadtfeiertag Kirchberg: Besucher tauchen in bunte Welt ein

Eine Veranstaltung mit ganz besonderer Atmosphäre – den Besuchern wird mit mittelalterlichem Markt, Vorführungen und Prämierungen viel Abwechslung geboten.

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Was haben Gaukler und Handwerker, Most und Jungvieh, Kutteln und Bratwürste gemeinsam? Zunächst überhaupt nichts und dann richtig viel: Alle und alles gibt es nämlich beim Stadtfeiertag in Kirchberg, der gerade durch seine Kombination und Vielfalt eine Veranstaltung der besonderen Art ist, ein Erlebnis für Groß und Klein, für Einheimische und Auswärtige, wie sich am Wochenende wieder einmal gezeigt hat. Dieser Stadtfeiertag ist einfach ein richtig schönes Fest.

Maßeblich aufgewertet und bereichert wird dieses Traditionsfest ohne Zweifel durch den mittelalterlichen Markt, bei dem Händler und Handwerker, Spielleute und Märchenerzähler, Ritter und Bogenschützen sich und die Besucher ins Mittelalter versetzen. Und doch hat der bis 1551 zurückgehende Stadtfeiertag glücklicherweise auch sein Ursprüngliches bewahrt. Hierzu gehören vor allem Menschen, die sich treffen, unterhalten und freuen. Und Tiere, die von traditionsverbundenen Haltern vorgestellt, von erfahrenen Preisrichtern bewertet und von sehr vielen Zuschauern bewundert werden. Und diese erfahren bei der Gelegenheit auch gleich eine Menge über Kälber, Rinder und Kühe und deren Leistungssteigerung in den letzten 70 Jahren. Einst lieferten sie gerade mal 2000 Kilo Milch im Jahr, heute sind es über 7000 und mehr.

Thomas Heilmann aus Schrozberg hatte gleich neun Rinder und ein Kalb aufgetrieben, die von ihm, seinem Sohn Markus (14) und der gerade mal sechs Jahre alten Tochter Julia vorgestellt wurden. Die Kleine hat ihr vor sechs Wochen geborenes Kalb Gitty nicht nur lieb, sondern auch fest im Griff, was auch notwendig ist, wenn man im Ring ein gutes Bild abgeben will. Sie und ihre acht jungen Mitstreiter konnten allesamt einen Pokal mit nach Hause nehmen. Auch bei der Jungviehprämierung vergaben die Preisrichter von Rinderunion, Landesverband für Leistungsprüfungen, Rinderzuchtverein und Veterinäramt nur erste Preise. Aber es gab unter den 41 Tieren auch Sieger. Sie stehen in Eichenau im Stall von Gerhard und Irmgard Layher und in Dörrmenz bei Thomas Klenk.

In unmittelbarer Nachbarschaft der Tiere wurden ganz besondere Natursäfte unter die Lupe genommen, wurde gerochen, geschmeckt und geschluckt. Trotz der mageren Apfelernte im vergangenen Jahr waren zu dieser Aktion des Naturschutzbundes 67 Mostproben von unterschiedlicher Qualität, Geschmack und Farbe angeliefert worden, was Vorsitzenden Ulrich Hartlieb freute und die Verkoster vor eine nicht ganz einfache Aufgabe stellte. Und trotzdem konnten sie auch dieses Mal wieder sechs Preisträger küren: Andre Walter aus Rot am See, Hans Walter aus Wallhausen, Karl Schüler aus Oberndorf, Gerhard Hessenthaler aus Wollmershausen, Walter Wolz aus Weckelweiler und Siegfried Albig aus Simonsberg.

Und was wird zum Most gegessen? Natürlich Kutteln, Schmalzbrot oder Bratwurst. Und was gibt es auf dem Mittelaltermarkt zu essen und trinken? Mutzbraten, Flammkuchen, Feuertopf, Schupfnudeln mit Kraut, Bratkartoffeln mit Speck, Met, Drachenglut, Elfentau, Erdbeer-, Schlehen-, Quitten- und Pflaumenwein sowie Druidenwurz "bei maßvollem Genuss die pure Medizin", so der Händler.

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